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Infos  Vogelgrippe / H5N1

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(auch Geflügelpest, Hühnergrippe, Geflügelgrippe, Vogelpest)

Die Vogelgrippe ist eine Viruskrankheit, die zunächst Vögel, vor allem Hühner und auch Puten befällt. 2005 wurden in China erstmals Menschen infiziert und es waren erste Tote zu beklagen

Nun ist ist der gefährliche Virus in Europa angekommen. Schon im Januar 2006 starben in der Türkei mehrere Menschen an der geheimnisvollen und bisher kaum erforschten Krankheit.

Buch "Influenza - Die Jagd nach dem Virus"

Krieg der Vögel: Alarm jetzt auch bei uns

Bereits am 14. Februar 2006 wurden erstmals Schwäne auf der Ostseeinsel Rügen positiv auf den Virus getestet worden.

Die Insel wurde von Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Schutzzone erklärt worden. Sondereinheiten der Bundeswehr und Soldaten der ABC-Schutztruppe waren im Einsatz, um zu helfen. Nach unzähligen Fällen in ganz Deutschland wurde jetzt der erste Nutztierbestand infiziert: In Sachsen konnte der Virus trotz Schutzmassnahmen von Wildvögeln auf Nutztiere (Gänse) überspringen. Gesundheitsminister Seehofer setzt weiter auf Tötung der befallenen Vögel und lehnt vorbeugende Impfungen ab. Durch diese würde die Krankheit unsichtbar und kranke Tiere wären nicht mehr erkennbar.

 

Erstes Säugetier-Opfer

Am 27.Februar wurde der erste Fall eines infizierten Säugetiers bekannt. Auf Rügen konnten Experten des Friedrich-Loeffler-Instituts (Riems) das Virus bei einer aufgefundenen und bereits toten Katze nachweisen.

Fußball-WM in Gefahr?

Sogar die Fußball-WM in Deutschland könnte gefährdet sein. Sollte der Vogelgrippe-Virus mutieren und auf Menschen übertragen werden, tritt der "Nationale Influenza-Pandemieplan" des Robert-Koch-Instituts (untersteht dem Bundesgesundheitsministerium) in Kraft. In dem Papier heißt es: "Die Influenza wird besonders effektiv in größeren Menschenansammlungen übertragen." Die Kommission könnte dann als "seuchenhygienische Maßnahme" die Absage der WM empfehlen (Quelle: BILD). Stellt sich die Frage, wer bei einem Ausbruch der Pandemie überhaupt noch an Fußballspiele denkt...


 



Vorbeugung durch Tamiflu (Wirkstoff Oseltamivir) ?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat zur Verhinderung einer von ihr befürchteten Influenza-Pandemie durch das Vogelgrippe-Virus H5N1 allen Staaten geraten, so große Mengen des Anti-Grippe-Mittels TAMIFLU vorrätig zu halten, daß mit ihnen 25 Prozent der Bevölkerung versorgt werden könnten.

Das Grippemittel ist möglicherweise geeignet, die Zeit bis zur Entwicklung eines Impfstoffs zu überbrücken. In Laborkulturen und auch in Testtieren wurde eine antivirale Aktivität gegen diesen Subtyp des Influenza-A-Virus nachgewiesen. Auf Grund der geringen Anzahl an erkrankten Personen fehlen jedoch weitgehend klinische Untersuchungen zur Wirksamkeit von Tamiflu bei der Vogelgrippe.

 

Häufige Nebenwirkungen sind Übelkeit, Erbrechen und Magenschmerzen, ferner können allergische Reaktionen auftreten sowie eine Verschlechterung (!) bereits bestehender Erkrankungen der Atemwege. Um mögliche Nebenwirkungen auf den Magen-Darm-Trakt zu verringern, sollte Tamiflu möglichst zusammen mit etwas Nahrung eingenommen werden.

Es gibt zur Zeit keine gesicherten Erfahrungen mit dem Wirkstoff bei der Behandlung von Patienten mit schweren chronischen Erkrankungen (zum Beispiel bei Asthma, Immunschwäche nach Operationen) oder anderen gravierenden Krankheitszuständen. Im November 2005 wurden Berichte aus Japan bekannt, denen zufolge Entzündungen im Gehirn und erhebliche neuropsychiatrische Nebenwirkungen bei Kindern und Jugendlichen beobachtet wurden, die infolge einer Influenza-Infektion Tamiflu eingenommen hatten...mehr bei Wikipedia

Infos

Die virale Erkrankung bei Vögeln ist seit über 100 Jahren bekannt. Schutzmaßnahmen Zum Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher hat die Europäische Union den Import von Geflügel und Geflügelprodukten aus den betroffenen Staaten verboten. Reisen in betroffene Länder werden nach gegenwärtigem Kenntnisstand als unbedenklich angesehen. Der enge Kontakt mit erkrankten Tieren sollte jedoch vermieden werden. Auf den Besuch von Vogel- oder Geflügelmärkten sollte verzichtet werden.

Übertragung

Es besteht die Gefahr, dass die Viren durch genetische Veränderungen die Fähigkeit erlangen, sich gut an menschliche Zellen anzuheften. Durch diese Änderung könnte eine effektive Übertragung von Mensch zu Mensch möglich werden. Dies könnte zu einer großflächigen, weltumspannenden Epidemie unter Menschen - einer so genannten Pandemie - führen. Wie gefährlich dieses mutierte Virus sein wird, kann man nicht vorhersagen. (Quelle: Bundesregierung online Stand: 15.10.2005)

Hotlines - Telefonberatung

D: Vogelgrippe-Hotline Lagezentrum Landwirtschaftsministerium (SH): 0431/160 6666
A: Vogelgrippe-Hotline Gesundheitstsministerium: 050555/32301 bis 32305
CH: Sorgentelefon des Bundes: 031 322 21 00