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  • Wella & Welonda: Erst abgestoßen, dann "gerettet"

    Mehr als 110 Welonda-Mitarbeiter auf der Straße

    Nach dubioser Pleite an Holländer "abgegeben"

    P&G wieder mit umstrittenen "Welonda-Krediten" auf Kundenfang

    Im Februar 2009 tauchten aus heutiger Sicht zweifelhafte Pressemeldungen auf, nach denen Procter & Gamble den ehemaligen WELLA-Friseureinrichter WELONDA an die Herzog-Gruppe (OLYMP) verkauft hat.

    Kurz danach wurde bekannt, daß WELONDA mit der Tochterfirma "HSE Shopdesign" Insolvenz anmelden musste. Warum WELONDA so kurz nach der Übernahme schon insolvent war ist unklar und umstritten. Der neue Besitzer, die Herzog-Gruppe (OLYMP) wäre angeblich auch gar nicht von der Insolvenz betroffen.

    Anfang Dezember 2010 übernahm die holländische Kiela-Gruppe, die bisher Lieferant von Welonda war, die angeschlagene Firma. Doch im Grunde zieht Procter & Gamble ähnlich wie bei TONDEO weiterhin die Fäden im Hintergrund:

    Denn Procter-Manager Gottschalk stellte fest:

    "Kiela übernimmt den Welonda-Vertrieb für Deutschland, Österreich und die Schweiz. So können wir unseren Kunden ab sofort wieder aktiv Einrichtungsfinanzierungen anbieten. Die Welonda Markenrechte werden von uns an Kiela vergeben. Kiela wird exklusiver und bevorzugter Partner für die P&G Einrichtungsfinanzierungen "

    Interessant dabei der Satz "Die Welonda Markenrechte werden von uns an Kiela vergeben."   Das würde erklären, warum bei Procter & Gamble die WELONDA-Homepage auch lange nach dem Verkauf immer noch online war. Hatte die Herzog-Gruppe (OLYMP) die WELONDA-Markenrechte 2009 etwa nicht mitgekauft? Das wäre ja so, als wenn man eine Firma, z.B. Coca Cola kauft, ohne jedoch ein Recht an dem Markennamen Coca Cola zu haben.

    Im Grunde ist also scheinbar alles wieder beim Alten: Procter & Gamble finanziert wieder klammen Existenzgründern die teure (WELONDA-) Saloneinrichtung und verpaßt ihnen dabei die landläufig als "Knebelverträge" bezeichneten Finanzierungsverträge mit jahrelanger Abnahmeverpflichtung von Wella-Produkten. Ob diese etwas andere Art der "Kundenbindung" heute immer noch funktioniert ist fraglich. Doch Wella hat scheinbar keine andere Wahl.

    Die WELONDA-Tochtergesellschaft HSE Shopdesign GmbH in Krefeld wurde übrigens abgewickelt, wie vieles, das Procter & Gamble in die Finger bekam. Ca. 110 Mitarbeiter stehen seit 1. Dezember 2010 auf der Straße.

    Frohes Fest á la Procter & Gamble.

    PS: HairWeb bittet um aufklärende bzw. ergänzende Informationen insbesondere von ehemaligen Welonda-Mitarbeitern - email: friseure(at)hairweb.de








    Abbildung oben: Top-Salon in Hamburg ...mehr




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