Lothar als Fußballer
Lothars Pechsträhne fing eigentlich schon bei seinem Fußballverein TuS Talle an. Er spielte von 1959-1961 im Verein seines Heimatdorfs.
Eigentlich nicht besonders - wäre da nicht der bei allen sehr beliebte und gefürchtete Mitspieler, der den Beinamen "Acker" hatte. Diesen Spitznamen verliehen ihm die Vereinskollegen für seinen unerbittlichen Einsatz beim Spiel.
"Acker" war sein Halbruder Gerhard Schröder (rechtes Foto, links im weissen Trikot) und Lothar, der nur ein mittelmässiger Kicker war, stand das erste Mal im "Abseits".
Wie selbstbewusst Gerhard Schröder damals auftrat, schrieb er selbst in "Der Aufbruch" (Die Zeitung der SPD zur Bundestagswahl, April 1998):
" Ich erinnere mich an die Zeit, als ich meine Karriere als Mittelstürmer beim Fußballverein in meinem Heimatdorf begann, beim TuS Talle....
...sie nannten mich "Acker", weil ich mich immer voll reingehängt habe, und ich gebe zu, ich war schon ein bißchen stolz auf den Spitznamen. "Über den Kampf zum Spiel finden", war meine Devise. Später, als junger Anwalt, kickte ich noch manchmal in Juristenmannschaften mit. Bis zu meinem letzten Auftritt als Fußballspieler. Der liegt mittlerweile zwanzig Jahre zurück. Wir gewannen 7:2, und ich habe fünf Tore geschossen. Fünf von sieben Toren in einem Spiel, ich weiß nicht, wieviele Fußballspieler das jemals geschafft haben."
Lothar als Buchautor (1. Versuch)
2001 thematisiert Lothar Vosseler in seinem ersten Buch gesellschaftliche und politische Themen aus der Sicht des Normalbürgers.
Der Altmeister des deutschen Journalismus, Friedrich Nowottny, kommentiert die Kolumne des Kanzlerbruders.
Lothar als U-Boot-Kommandant
 Eigentlich wusste er bisher nur, wie man sich (z.B. mit kurzen Gelegenheitsjobs) "über" Wasser hält.
Trotzdem ging er als Reiseführer eines Touristen-U-Bootes auf Mallorca "unter Wasser".
Doch nach ca. 6 Wochen entließen ihn die listigen Spanier - er war nur zu "Promotionzwecken" für die Touristenattraktion eingestellt worden. Seine Arbeitgeber hatten aber enttäuscht festgestellt, daß durch den Kanzlerbruder an Bord das Boot nur in den ersten Wochen voller als sonst war...
Lothar und die "Burg"
Der Dauerarbeitslose aus Detmold sollte sogar für eine fünfstellige Wahnsinns-Gage vier Tage in die Pro-7-Burg gehen, seine "Agentin" hatte für ihn sogar schon einen Vertrag ausgehandelt. Die ganze Aktion wurde jedoch abgeblasen, da Vosseler Promotion-Termine absagte, weil Pro7 ihm nicht genug Geld für ein kurzes Interview geben wollte.
Lothar und das Web: "no page"
Auch im "Internet-Business" versuchte sich "EDV-Fachmann" Vosseler.
Seine Homepage: lothar-vosseler.de (siehe screenshot rechts) öffnete sich damals nur wenig professionell mit der Meldung: "error 404 Datei nicht gefunden".
Dafür fanden sich auf den wenigen funktionierenden Seiten durchaus informative Beiträge des "Radiojounalisten" und "Kanzlers der Menschlichkeit" (HP-Titelzeile).
Auszug Vosseler-HP: "Ich bin's, Lothar Vosseler, geboren am 15.April 1947, verheiratet mit Gisela Vosseler, ein Kind, Kanzlerbruder seit September 1998, Ratgeber schon immer und jetzt auch für Sie. Und ich bin im Radio aktiv: Ich bekomme oft Briefe, in denen mich Menschen fragen, wie es mit ihnen weitergehen soll und so. Also: wenn Sie mal wirklich was wissen wollen: Schreiben Sie mir. Sie wissen ja, wenn wat is, fragen Sie mich. Ich helfe gerne. Aber wenn Sie mal wirklich was wissen wollen: Schreiben Sie mir. Einfach klicken und schreiben und ab geht die Post: lothar@lothar-vosseler.de"
Empfehlenswert auch sein Forum (Link), das damals wahrscheinlich mehr Einträge hatte, als Schröder Briefe bekam. Obwohl Lothars Internetseite seit Monaten offline ist, konnte die HairWeb-Redaktion den externen Link ins Forum "bookmarken" und so kann trotzdem jeder ein paar Einblicke in die Meinungsvielfalt der damaligen Seitenbesucher bekommen.
Anmerkung der Redaktion: Die Vosseler-Homepage ist seit 02.02.2005 komplett offline - nur das auf einem anderen Server gelagerten Vosseler-Forum ist noch erreichbar und funktionsfähig. Ob ihn die Postings erreichen ist jedoch fraglich, da Vosseler auch sonst komplett "abgetaucht" ist.
Lothar und das Buch (2. Versuch)
Die Idee zum "Skandal-Buch" mit dem vielsagenden Titel: " Der Kanzler, leider mein Bruder, und ich " (übrigens jetzt auch als Hörbuch erhältlich) hatte ein anderer: Ernest Buck, ein entfernter Verwandter des Filmregisseurs Detlef Buck, der auch "Erfolgssänger" Bernhard Brink "promotet".
Ernest Buck und Vosseler tarfen sich im Mai 2004 nach einer Quizsendung in der Bar des Holiday Inn in Köln. Nach ein paar Bier schlug ihm Buck ganz uneigennützig vor, seine "Leidensgeschichte" doch zu veröffentlichen.
Zufälligerweise gehört Bucks Frau, Petra Kilian, der Verlag "Wittelsbacher Medienagentur", die dann natürlich auch gleich das umstrittene Buch für Vosseler produzierte.
Jetzt, nach Veröffentlichung des nach Spiegel-Angaben "in nur drei Stunden geschriebene" Vosseler-Werkes, kündigte der Verlag die Zusammenarbeit mit Lothar. Mit Skandalberichten in der Tagespresse und Live-Interviews im TV sollte u. a. in "SAM", "Taff", "Prompt", "brisant", "hallo deutschland" und "blitz" das Schicksal des Kanzlerbruders flächendeckend und parallel zur Buchvostellung vermarktet werden. Der Kanzler-Bruder hatte aber wieder alle Presse- und TV-Termine abgesagt...
Kapitel des Buches: 01 Vorwort
(Hörprobe) 02 Ein Kinderzimmer wie eine Klosterzelle
03 Kamikaze auf Rollschuhen
04 Das HB-Männchen
05 Wipfelspringen und Gipfelsturm
06 Wie bringt man einen Zuchtbullen zum Tanzen?
07 Der Fußballacker von Talle
08 Das Huhn
09 Der Klassenprimus
10 Vom Bier und der Not auf dem Tanzparkett
11 Acker verändert sich
12 Anzug-, Wagen- und andere Wechsel
13 Acker spielt den Boss
14 Zigarre und Held
15 Hochzeit
16 Kein Glück bei den Frauen
17 Acker im Fernsehen
18 Eva, Anna, Hillu und Doris
19 Wahltag ist Zahltag
20 Im Fokus der Öffentlichkeit
21 Und Action
22 Die Sache mit dem Schampus
23 Acker im Endspurt
24 Das große Büfett & ein Pinguin
25 Bonjour, Tristesse
26 Der 60. Geburtstag
27 Es geht Bergab
28 "Big Brother" und der Mann im Rollstuhl
29 Acker
30 Nachwort von Lothar Vosseler
31 Ein Buch und seine Folgen
32 Kanzlerprodukte a la Schröder
33 Problemverdrängungsweltmeister
34 Rotlichtmilieu, Drogen und Adoptionsroulette
35 Verwandschaft kann man sich nicht aussuchen
Lothar und das Brot
Die Verleger seines Buches verhalfen ihm noch Ende letzten Jahres zu seinem neuesten Job.
Initiator der ganzen "Brot-Aktion" war eigentlich die Remtehof Food Company aus dem niedersächsischen Behrensen-Coppenbrügge, die sich von der Äbtissin Hannelore Knopp aus Oberkirchen die Genehmigung für den traditionsträchtigen Brotnamen einholte. Die Bäckerei Hinrichs aus dem Kreis Schaumburg solllte das Brot backen.
Mit einem ausgeklügelten Werbefeldzug (siehe Website : http://www.stiftsbrot.de/ ) sollte das Brot dann bundesweit in Supermärkten und Tankstellen verkauft werden. Sogar der weltweite Versand via Online-Shops war geplant.
Auch die richtige Marketing-Agentur war bald gefunden und sie sollte Vosselers neuer Arbeitgeber werden:
Eine Firma namens FLYOUT24 LTD aus Lübbecke (näheres siehe Homepage). Der PR/Marketing-Chef, Prokurist, Webmaster und Projektleiter Manfred Lück ernannte Vosseler kurzerhand zum "Fachberater für Handwerksbäckereien" überträgt ihm einen Teil der bundesweiten Vermarktung der neuen Brotsorte "Obernkirchener Stiftsbrot".
Nach einem Bericht des Mindener Tageblatts waren bei Vosselers Tätigkeit als Brot-Fachberater auch Aussendienst-Qualitäten gefragt: Der Kanzlerbruder sollte dann als "Glücksfee" in Aktion treten. Er zog in vor Supermarkt-Bäckereien Lose aus einer Lostrommel und ermittelt die glücklichen Gewinner des Hauptpreises: Ein paar Tage kostenlose Frühstückbrötchen. Außerdem verteilt Vosseler auch Brot--Werbeprospekte im norddeutschen Raum.
Ende November, nach nur 6 Wochen, erhielt Vosseler die Kündigung. Die "Erfinderin" des Stiftbrotes, Äbtissin Knopp, sah durch die satirische Berichterstattung der Medien "das Ansehen des Brotes" gefährdet.
Flyoff24-Chef Lück verteidigte sich laut der Oberkirchener Landeszeitung damit, daß die von Vosseler verteilten Prospekte (interner Name: Taschentuchzeitung oder Lothar-Briefe) zu klein gwesen und auch nicht gut "getextet" gewesen wären. Er habe trotz allem fest daran geglaubt, daß aus dem Lanzeitarbeitslosen ein guter Brot-Fachberater geworden wäre.
Seit dem Ausscheiden des Kanzlerbruders wird nun ein geeigneter Nachfolger gesucht (Link zur Bewerbung).
Lothar und HartzIV
Die Sozialreformen des Kanzlers machen auch vor seinem Bruder nicht halt: Lothar V. empfängt seit 1.1.2005 auch ALG2-Stütze und ist eines der vielen Hartz4-Opfer geworden. Doch seine "Nebeneinkünfte" hat er möglicherweise noch nicht beim Arbeitsamt angegeben.
Und genau deswegen droht erneut Ärger: Am 27. 01 2005 bat ihn die "Agentur für Arbeit" in Detmold um die umgehende Vorlage seiner Einkünfte inklusive Verlagsabrechnungen, Honoraren und Interview-Abrechnungen aller Fernsehsender (Quelle: Spiegel.de)
Die FAZ schrieb 2004 anlässlich der Kanzler-Reise nach China:
Auszug: "Vosselers Geschichte, die in Deutschland von der "Bild-Zeitung" vermarktet worden ist, verfolgte man in China mit besonders großem Interesse. Erste Schlagzeilen machte er hier, als publik wurde, daß er fünf Jahre lang arbeitslos war und ihm sein Kanzlerbruder trotzdem nicht geholfen hat. So etwas ist für Chinesen unfaßbar. Hier pflegt der Volksmund schließlich zu sagen: "Macht einer Karriere, steigen selbst seine Hühner und Hunde auf in den Himmel."
Wenn Sie denken, daß Herr Vosseler noch weitere Unterstützung benötigt , können Sie es hier tun.
Übrigens: Wenn sich bisherige Umfragen zur kommenden Kanzlerwahl im September bewahrheiten, wird Gerhard Schröder bald wieder viel Zeit für seinen ebenfalls beschäftigungslosen Bruder haben. Vielleicht hat Lothar ja noch einen Tipp für ihn, wie man schlechte Zeiten überbrücken kann.
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