Colorationen:   Haare  fÄrben  mit  Henna     


Vorsicht bei dunklem Henna!

Echte, reine Hennafarbe ist nicht schwarz, sondern rot! Es muss also sehr viel PPD beigemischt werden, um die Farbe so tiefschwarz zu bekommen. Dieser Inhaltsstoff kann/wird allergischen Reaktionen den Weg bereiten...hier weiterlesen



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Grundlage der Haarfarben aus Pflanzenextrakten ist (fast) immer Henna (mehr dazu, siehe unten), gemischt mit Salbei, Rhabarber, Walnuß, Indigo oder Kamille.

 

Mehr Chemiewirkung als Henna: Henna Plus

Ökotest nahm verschiedene Pflanze- und Henna-Haarfarben aus Reformhaus und Apotheke unter die Lupe:

.... die "ungenügenden" Marken Sanotint, Puravera und Henna Plus Long Lasting Colour sind klassische Oxidationshaarfarben - das heißt sie bestehen aus zwei Komponenten, die miteinander reagieren und mit bedenklichen aromatischen Aminen färben. Einige bedenkliche aromatische Amine stehen im Verdacht, Krebs auszulösen. Wir wollen jetzt nicht laut "Verbrauchertäuschung" schreien, aber für ....weiterlesen


Auch Stiftung Warentest testete die unter anderem die Haarfarbe Henna plus Henna Red, die auch über Apotheken vertrieben wird. Ein Blick auf die Inhaltsstoffe – die man bei Henna plus nur mit der Lupe lesen kann – zeigt: Auch hier ist ganz konventionelle Chemie am Werk, auch dies sind oxidative Haarfarben. Henna plus kassierte sogar das einzige „Mangelhaft“, weil es den versprochenen satten Rotton nie traf. Der Farberhalt war nicht viel besser. Schon beim Abtrocknen der Haare blieben überreichlich Spuren im Handtuch.

Quelle: http://www.test.de/Haarfarben-Fluechtiges-Rot-1304936-2304936/

 

 

Mehr als bei manchen chemischen Mitteln hängt das Ergebnis der natürlichen Färbeprozedur entscheidend von der eigenen Ausgangsfarbe ab. Henna färbt in den meisten Fällen nicht rot sondern eher rötlich-orange (mehr dazu unten).

Die Henna-Farbpigmente hinterlassen eine Schicht, die den Haarschaft austrocknen kann. Das kann für die meisten Haartypen problematisch sein. Für feine Haare kann jedoch genau dieser Effekt erwünscht sein. Die Gerbsäure im Henna macht feine Haare etwas dicker und somit leichter frisierbar. Die Gerbsäure macht das Haar außerdem geschmeidig und bringt es zum Glänzen. Probieren Sie es einfach mal aus...

Es kommt auch darauf an, wie oft man Henna benutzt. Häufige Färbungen mit Henna über einen längeren Zeitraum umgeben die Haare mit immer mehr Schichten (Build-up-Effekt). Sie können dann schwer, fettig und klebrig werden.

Mehr Tipps für feine Haare >>>

Von Blond nach schwarz? Oder platinblond werden? Mit Mitteln aus der Natur ist dies nicht möglich. Dunkles Haar beispielweise erhält lediglich einen rötlichen Schimmer. Die Färbekraft der Pflanzenfarben hat nämlich Grenzen.

Graues und weißes Haar schimmert durch und dunkles Haar kann dadurch kaum heller werden. Außerdem waschen sich die natürlichen Haarfarben ohne chemische Zusätze schneller wieder aus. So muss die Farbe alle sechs Wochen erneuert werden.

Für gravierendere Farbveränderungen werden in einem ersten Schritt dem Haar die natürlichen Farbpigmente entzogen, bevor sich die erwünschten künstlichen einlagern können. Das sollten Sie in jedem Fall ihrem Friseur überlassen.

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Anwendung und Wirkung

Je heller das Haar, umso intensiver fällt zum Beispiel Hennarot aus. Hellblondes Haar kann einen leuchtenden Karottenton annehmen; es eignet sich deshalb weniger für eine reine Hennatönung. Dunkles Haar erhält dagegen lediglich einen rötlichen Schimmer. Daneben entscheiden auch die Dauer der Anwendung sowie die Herkunft des Hennapulvers über die Farbintensität. Die Farben werden intensiver durch wiederholten Gebrauch. Henna kann das Haar nicht aufhellen.

 

Tipps

  • Hellhaarige, die zum ersten Mal mit Pflanzenfarben colorieren, sollten zunächst eine kürzere Einwirkdauer wählen, um keine bösen Überraschungen zu erleben. Für intensive Tönungen muss der Farbbrei ein bis zwei Stunden auf dem Kopf bleiben. Die Wärme verstärkt den färbenden Effekt: Tragen Sie den Brei möglichst heiß auf. Unter einer Plastikhaube und wärmenden Tüchern wirkt er besonders gut ein.

  • Pflanzenfarbe ist ideal für feine Haare, denn die Pflanzenfarben greifen die Haarstruktur nicht an. Im Gegenteil: Die Gerbsäure aus den Pflanzen legt sich in einer Schicht um den Haarschaft. Dadurch wird das einzelne Haar etwas dicker, bei feinem Haar ein willkommener Effekt. Die Gerbsäure macht das Haar außerdem geschmeidig und bringt es zum Glänzen

  • Dauerwellen greifen im pflanzengefärbten Haar schlechter als sonst.




Reines Henna richtig kaufen

Henna kann man in z.B. in Drogerien kaufen. Laut ÖKOTEST enthalten jedoch einige (Billig-)-Pulver DDT oder den Farbverstärker Picramat, der zur problematischen Gruppe der aromatischen Amine gehört. Vorsicht: Es gibt es auch Hennafärbungen, die eigentlich chemische Haarfärbemittel sind. Also immer genau die Zusammensetzung und die Inhaltsstoffe beachten.

HairWeb-Empfehlung:

Henna von Khadi (Ökotest sehr gut) (gefunden bei amazon)

Henna von Logona (gefunden bei amazon)

Wieviel brauche ich?

Für hüftlange Haare kann man mit ca. 400 - 500 Gramm rechnen. Bei kurzem 100 Gramm und z.B. bei schulterlangem Haar reichen 200 Gramm.

Wissenswertes  Über  Henna

Das rot färbende Pulver des Hennastrauchs (Lawsonia inermis) wächst außer in Indien im gesamten Orient, in Ostafrika, aber auch in Nordaustralien sowie im tropischen Amerika. Das so genannte farblose Henna gewinnen Produzenten aus der Sennespflanze (Cassia obovata). Sie ist in Indien und Saudi-Arabien beheimatet. Je nach gewünschtem Ton kommen Pflanzenteile wie Walnussschale, Indigo, Rhabarberwurzel, Heidelbeere, Kaffee oder Tee hinzu. Rottöne – abhängig von der Ausgangshaarfarbe.

Henna wird aus den Blättern des Hennastrauches gewonnen. Die Färbung wird durch ein Derivat von 1,4-Naphtochinon erzielt. Mischt man Henna mit einem Pulver aus Blättern des Indigostrauches (Blauvioletttöne), können Farbtöne von Goldbraun und Rot bis Schwarz erzielt werden. Durch Kamillenextrakt werden die Haare leicht gelblich (Goldton) und wirken dadurch lebhafter.

Die Verwendung von Henna ist nach neuesten und abschließenden Tests nicht krebserregend...mehr


Warnhinweis "Schwarzes Henna"

Kampagne der Kosmetikindustrie gegen Pflanzenhaarfarben?

Via CulumNATURA

Auf Verpackungen konventioneller Haarfärbemittel steht seit 1. November ein Warnhinweis, auf dem vor ,Schwarzem Henna' gewarnt wird. Der Text suggeriert, dass das bewährte natürliche Haarfärbemittel Henna für Allergien verantwortlich wäre.  

Für Allergien sorgen nicht Henna-Naturprodukte, sondern Chemikalien wie Para-Phenylendiamin. Das in der Warnung beschriebene "schwarze Henna" hat mit Henna im ursprünglichen Sinn nichts zu tun. Es handelt sich in Wahrheit um ein hochgiftiges Produkt, das für - meist illegale, in Südeuropa, Asien oder Afrika durchgeführte - vorübergehende Tätowierungen verwendet wird.

Zentraler Bestandteil des Produkts ist das Allergen Para-Phenylendiamin, das dem Henna ohne gesetzliche Grundlage beigemischt wird. Para-Phenylendiamin ist nach wie vor in Haarfärbemitteln erlaubt, obwohl der Stoff nachweislich sehr giftig für Wasserorganismen ist in Gewässern längerfristig Schäden verursachen kann zu einer heftigen Wärmeentwicklung mit Oxidationsmitteln führt und vor allem eine Gefahr für Mensch und Umwelt bedeutet. Er ist giftig beim Einatmen, Verschlucken und Berühren mit der Haut. Eine allergene Wirkung durch Hautkontakt ist möglich.

Wir von CULUMNATURA® sehen diese verordneten Warnhinweise als weiteren Versuch der Verantwortlichen in der EU, chemische Produkte zu fördern und Naturstoffe zu diffamieren. Daher fordern wir ein Verbot von PPD zum Wohle der Konsumenten sowie der Friseusen und Friseure und eine Abänderung des Textes...siehe Info-Seite

Die EU-Kommission, die für den Warnhinweis auf Haarfarben verantwortlich ist, kann keine einzige unabhängige wissenschaftliche Studie nennen, wonach para-Phenylendiamin unschädlich wäre und Henna schädlich wäre. 

Quelle: CulumNATURA



Weitere Färbemittel aus der Natur

• Lote Blauholz (blaugrüner Farbstoff des Lotusbaumes für Braunschattierungen),
• Salbei (für dunkle Töne)
• Walnuss (Farbstoff aus der grünen Schale, auch bei weißen Haaren)
• Uruku Semen Orleanae (Farbstoff aus Samen für Bordeaux- und Mahagonitöne)

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