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Colorationen:   Haare  fÄrben  mit  Henna     


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  • Grundlage der Haarfarben aus Pflanzenextrakten ist (fast) immer Henna (mehr dazu, siehe unten), gemischt mit Salbei, Rhabarber, Walnuß, Indigo oder Kamille.

     

     

     

    Mehr als bei manchen chemischen Mitteln hängt das Ergebnis der natürlichen Färbeprozedur entscheidend von der eigenen Ausgangsfarbe ab. Henna färbt in den meisten Fällen nicht rot sondern eher rötlich-orange (mehr dazu unten).

    Die Henna-Farbpigmente hinterlassen eine Schicht, die den Haarschaft austrocknen kann. Das kann für die meisten Haartypen problematisch sein. Für feine Haare kann jedoch genau dieser Effekt erwünscht sein. Die Gerbsäure im Henna macht feine Haare etwas dicker und somit leichter frisierbar. Die Gerbsäure macht das Haar außerdem geschmeidig und bringt es zum Glänzen. Probieren Sie es einfach mal aus...

    Es kommt auch darauf an, wie oft man Henna benutzt. Häufige Färbungen mit Henna über einen längeren Zeitraum umgeben die Haare mit immer mehr Schichten (Build-up-Effekt). Sie können dann schwer, fettig und klebrig werden.

    Noch mehr Tipps für feine Haare >>>

    Von Blond nach schwarz? Oder platinblond werden? Mit Mitteln aus der Natur ist dies nicht möglich. Dunkles Haar beispielweise erhält lediglich einen rötlichen Schimmer. Die Färbekraft der Pflanzenfarben hat nämlich Grenzen.

    Graues und weißes Haar schimmert durch und dunkles Haar kann dadurch kaum heller werden. Außerdem waschen sich die natürlichen Haarfarben ohne chemische Zusätze schneller wieder aus. So muss die Farbe alle sechs Wochen erneuert werden.

    Für gravierendere Farbveränderungen werden in einem ersten Schritt dem Haar die natürlichen Farbpigmente entzogen, bevor sich die erwünschten künstlichen einlagern können. Das sollten Sie in jedem Fall ihrem Friseur überlassen.



    Anwendung und Wirkung

    Je heller das Haar, umso intensiver fällt zum Beispiel Hennarot aus. Hellblondes Haar kann einen leuchtenden Karottenton annehmen; es eignet sich deshalb weniger für eine reine Hennatönung. Dunkles Haar erhält dagegen lediglich einen rötlichen Schimmer. Daneben entscheiden auch die Dauer der Anwendung sowie die Herkunft des Hennapulvers über die Farbintensität. Die Farben werden intensiver durch wiederholten Gebrauch. Henna kann das Haar nicht aufhellen.

     

    Tipps

    • Hellhaarige, die zum ersten Mal mit Pflanzenfarben colorieren, sollten zunächst eine kürzere Einwirkdauer wählen, um keine bösen Überraschungen zu erleben. Für intensive Tönungen muss der Farbbrei ein bis zwei Stunden auf dem Kopf bleiben. Die Wärme verstärkt den färbenden Effekt: Tragen Sie den Brei möglichst heiß auf. Unter einer Plastikhaube und wärmenden Tüchern wirkt er besonders gut ein.

    • Pflanzenfarbe ist ideal für feine Haare, denn die Pflanzenfarben greifen die Haarstruktur nicht an. Im Gegenteil: Die Gerbsäure aus den Pflanzen legt sich in einer Schicht um den Haarschaft. Dadurch wird das einzelne Haar etwas dicker, bei feinem Haar ein willkommener Effekt. Die Gerbsäure macht das Haar außerdem geschmeidig und bringt es zum Glänzen

    • Dauerwellen greifen im pflanzengefärbten Haar schlechter als sonst.




    Henna richtig kaufen

    Henna kann man in z.B. in Drogerien kaufen. Laut ÖKOTEST enthalten jedoch einige (Billig-)-Pulver DDT oder den Farbverstärker Picramat, der zur problematischen Gruppe der aromatischen Amine gehört. Vorsicht: Es gibt es auch Hennafärbungen, die eigentlich chemische Haarfärbemittel sind. Also immer genau die Zusammensetzung und die Inhaltsstoffe beachten.

    HairWeb-Empfehlung:
    Henna von Logona (gefunden bei amazon)

    Wieviel brauche ich?

    Für hüftlange Haare kann man mit ca. 400 - 500 Gramm rechnen. Bei kurzem 100 Gramm und z.B. bei schulterlangem Haar reichen 200 Gramm.


    Wissenswertes über Henna

    Das rot färbende Pulver des Hennastrauchs (Lawsonia inermis) wächst außer in Indien im gesamten Orient, in Ostafrika, aber auch in Nordaustralien sowie im tropischen Amerika. Das so genannte farblose Henna gewinnen Produzenten aus der Sennespflanze (Cassia obovata). Sie ist in Indien und Saudi-Arabien beheimatet. Je nach gewünschtem Ton kommen Pflanzenteile wie Walnussschale, Indigo, Rhabarberwurzel, Heidelbeere, Kaffee oder Tee hinzu. Rottöne – abhängig von der Ausgangshaarfarbe.

    Henna wird aus den Blättern des Hennastrauches gewonnen. Die Färbung wird durch ein Derivat von 1,4-Naphtochinon erzielt. Mischt man Henna mit einem Pulver aus Blättern des Indigostrauches (Blauvioletttöne), können Farbtöne von Goldbraun und Rot bis Schwarz erzielt werden. Durch Kamillenextrakt werden die Haare leicht gelblich (Goldton) und wirken dadurch lebhafter.

    Die Verwendung von Henna ist nach neuesten und abschließenden Tests nicht krebserregend...mehr

    Weitere Färbemittel aus der Natur

    • Lote Blauholz (blaugrüner Farbstoff des Lotusbaumes für Braunschattierungen),
    • Salbei (für dunkle Töne)
    • Walnuss (Farbstoff aus der grünen Schale, auch bei weißen Haaren)
    • Uruku Semen Orleanae (Farbstoff aus Samen für Bordeaux- und Mahagonitöne)


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