 Schon in der Steinzeit fingen die ersten Menschen an, sich von überschüssigem oder lästigem Haar zu entledigen. Heutzutage ist das Abschneiden oder Entfernen der Körper- und Kopfbehaarung selbstverständlich. Überall auf der Welt werden mal mehr oder weniger fachmännisch die Haare geschnitten. Modetrends, Religion oder auch praktische Gründe bestimmen Art und Umfang der zur Routine gewordenen Prozedur.
Überwiegend wird jedoch nicht mehr selbst zur Schere gegriffen - augebildete Friseure (früher: Figaro, Bader, Perückenmacher, Barbier) widmen sich dem zuweilen kunstvollem Handwerk des "Haarekürzens", bei dem am Ende die Frisur entsteht (siehe auch Frisuren>>>).
Foto: HairWeb-Hairmodel Carmen
Haarschneide-Techniken
Ob beim "Billigfriseur" oder Starcoiffeur: Angewendet werden verschiedenste Arten von Haarschneidetechniken und Schnitten. Darunter gibt es Formhaarschnitt (formgebend oder reduzierend), Volumenschnitt (stufig), Trockenhaarschnitt (Haare werden nicht angefeuchtet), Splisshaarschnitt (nur die Spitzen) oder die Graduierung, bei der das Haar beim Schneiden in einem bestimmten Winkel gezogen wird.
Königsdisziplin vor allem bei Wettbewerben ist der traditionelle Messerschnitt. Der Hauptunterschied: Hier werden die Haare mit dem Rasiermesser (+Hilfsmittel Kamm) geschnitten.
Die Haare werden übrigens nicht immer alle gleichmässig geschnitten, manchmal bleibt es beim reinen "Ausdünnen", dem Spitzenschneiden oder dem Schneiden des Pony.
 Erwähnenswert ist auch die "Englische Haarschneidetechnik", die auf dem Prinzip von "Bauhaus" basiert. Durch vorgegebene einzelne Schritte werden präzise Strukturschnitte möglich (siehe auch Haarschneide-Videos). Diese Technik wurde später vom englischen Starfriseur Vidal Sassoon perfektioniert.
Ähnlich Methode nach Pivot Point: Sie ist eine besondere Haarschneidetechnik, bei der ebenfalls ein exakter, gleichmäßiger Haarschnitt gewährleistet werden kann. Das Baukastensystem basiert auf 4 verschiedenen Grundschnitten. Es gibt die kompakte, graduierte, ansteigend gestufte und einheitlich gestufte Form.
Technische Hilfsmittel und Geräte
  Zum Einsatz kommen unterschiedlichste Geräte, Tools und Hilfsmittel.
Dazu gehören Haarschneidescheren, Zacken- / Effilierscheren, Rasierermesser (Slicer) oder auch elektrische Haarschneidegeräte. Sie alle können zur Gestaltung/Kürzung der Haare benutzt werden - am Ende entsteht dann die Frisur.
Mehr über Profi-Haarschneidescheren >>>
TOP 3 der Haarschneidemaschinen >>>
TOP 3 der Profi-Haarschneidemaschinen für Friseure >>>
Manche Friseure verwenden übrigens auch eine sogenannte "heisse Schere". Die auf bis zu 120 Grad aufgeheizte Spezialschere soll durch einen "glatteren" Schnitt Haarspliss vorbeugen.
Haare schneiden beim Friseur
 Der Beruf des Friseurs hat Zukunft - denn das schon in der 6. Woche nach Geburt beginnende Haarwachstum ist genetisch vorprogrammiert und begleitet die Menschen ein Leben lang (Beispiel: Ein Mann verbringt ganze 150 Tage seines Lebens mit dem Rasieren).
Die Häufigkeit des Haareschneidens hat übrigens nichts mit dem Haarwachstum zu tun - entgegen der Werbeaussagen der Haarkosmetikhersteller sind Haare schlicht ein aus Horn bestehendes "totes" Hautanhangsgebilde.
Regelmäßiges Schneiden der Haarspitzen (ca. alle
drei bis vier Wochen) ist jedoch gerade bei "feinem" und splissanfälligem Haar sinnvoll - die Haarspitzen werden so sauber geschlossen und
können somit nicht ausfransen oder zur Splissbildung führen.
Finde einen richtig guten Friseur für den nächsten Haarschnitt hier >>>
INFO: Haare selber
schneiden (m. Video) |