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Historie  der  Haare  &  Frisuren    20er  Jahre


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     20er  Jahre

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Typische Kurzhaarfrisur der 20er

Anfang der "goldenen" zwanziger Jahre führten die Leinwandstars der boomenden Filmindustrie Kurzhaarschnitte als Zeichen der Gleichberechtigung in Familie und Gesellschaft ein und lösen damit heftige Diskussionen aus.

Insbesondere die gesellschaftliche Stellung der Frauen änderte sich immer mehr, das zeigte sich auch an neuen Frisuren.


Frau im "Charleston-Look"

 


Männer gaben sich in diesen Jahren haarmässig gesehen oft "bedeckt" - wie Charlie Chaplin oder Humphrey Bogart sah man manche (fast) nie ohne ihre Kopfbedeckung. Andere, wie z.B. Stummfilmstar Rudolph Valentino (Foto unten) war mit seiner pomadigen Kurzhaarfrisur einer der großen Trendsetter. Männer mit dieser Frisur hießen übrigens in dieser Zeit "Pomadenhengst".

 


Frauen zeigten sonst selten ihre ganze Haarpracht. Sie trugen viel Hut (siehe Foto oben) oder auch haubenähnliche Kopfbedeckungen, die nicht ein Haar sehen ließen. Zu festlichen Anlässen wurde ein Haarband mit Federschmuck getragen.

In den zwanziger Jahren stieg der Bubikopf (Frisur mit kurzem Anschnitt im Nacken und geringem Volumen) zum Inbegriff der 20er Jahre-Mode auf.

Auch in Anlehnung an die allgemeine Begeisterung für die alt-ägyptische Kultur kommen Pagenschnitte in Mode, bei denen das Haar vom Scheitel nahezu gerade auf die füllige, aber klare Kontur fällt.

 

Als erster erlaubte sich ein französischer Starcoiffeur, Frauen mit einem Kurzhaarschnitt zu beglücken. Die damalige Mode-Ikone Coco Chanel (Foto links) machte den kurzen Schnitt zunächst in Frankreich populär. Der dänische Stummfilmstar Asta Nielsen ("Hamlet", Foto rechts) verhalf dann der kinnlangen Modefrisur dann zum weltweiten Siegeszug.

 


Wogende Wellen

Die Haare wurden damals mit Wasserwellen gelockt. Diese Form der Wellenlegung war besonders in den 20er und 30er Jahren beliebt. Dabei wurden die Haare im leicht angefeuchteten Zustand mit speziellen Klammern eng am Kopf anliegend zu sanften Wellen geformt, anschließend trocken geföhnt und mit Spray fixiert. Ungeachtet des Alters und der Gesellschaftsschicht liessen betont modische Frauen ihre Haare im sogar Sonntags geöffneten Friseursalon ondulieren.

1928 eröffnete übrigens der nach eigenen Angaben jüngste Friseurmeister Deutschlands – Wilhelm Klinck in Kiel den ersten Salon namens „Klinck - Frisiersalon für Damen und Herren“.

Links: Klinck-Historie | Klinck heute



Endlich: Haare trocknen mit Düsenkraft

 

Zuerst war er zwei Kilogramm schwer und blies 90 Grad heiße Luft aus einer Art Düsenrohr:

Das war der erste Fön, der bereits im Jahr 1900 von AEG erfunden. Dank unermüdlichen Forschergeists wog der Fön 1910 nur noch 1,8 kg und leistete schon 300 Watt.

Der Duden erklärte dann 1934 den "Föhn" zum Wind und den "Fön" zum Gerät. Die damals noch deutsche Firma AEG ließ sich das Wort "Fön" schon 1909 schützen und durfte danach als einziges Unternehmen mit diesem Wort werben (Ende 2005 übernahm der schwedische Billig-Produzent Electrolux aus Schweden die deutsche Traditionsmarke und will 2007 das Werk in Nürnberg schließen).


Links: Perücken der 20er | Aktuelle Frisurentrends


Zahlen: In Deutschland kostete 1920 einmal Haarewaschen beim Friseur 60 Pfennige. Ein Haarschnitt schlug mit 80 Pfennigen zu Buche.

In den 20ern gab es noch kein Flüssigshampoo. Die Haare wurden mit "Kopfwaschpulver" gereinigt.



























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Polizist in den 20ern