Friseurketten - Billigladen oder Edelsalon ? Bewertungen Test Preise
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Auch nach Mindestlohn: Friseure in der Dumpinghölle Waschen, Schneiden, Föhnen für 4,95 Euro: Wer verdient eigentlich noch an den Billig-Angeboten? Hauptsache schnell und billig. Immer mehr Friseure locken mit Dumpingangeboten. Auch nach dem Inkrafttreten des tariflichen Mini-Mindestlohns für für Friseure können sich Kunden teilweise immer noch für 4,95 Euro ihre Haare waschen, schneiden und föhnen lassen.,,mehr in diesem FOCUS-Artikel |
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"System" Billigfriseure: Abzocke, Angst und Anklagen
Durch das Bekanntmachen der Zustnde wurde einiges erreicht: Immer mehr Billigfriseuren blieben die Kunden weg: Einige Ketten (s.o.) gingen bereits in die Insolvenz, andere müssen immer mehr Filialen schliessen. Mitarbeiter gingen an die Öffentlichkeit, es wurden erste Ketten-Manager verurteilt (Klier) und auch die Medien machten immer mehr Druck. Selbst Friseurinnungen, die bis heute den gesetzlichen Mindestlohn kategorisch ablehnen, kritisierten vermehrt Mißstände im Lohnbereich. Am Ende kam der Mindestlohn - doch der wird bis heute nicht vonn allen Friseurbetrieben gezahlt.
Die Preise
Um dem enormen Preisdruck standzuhalten stellten viele Billigketten mittlerweile praktisch jeden ein und lassen sie teilweise ohne jede Ausbildung oder bestenfalls mit einem Schnell-Kurs arbeiten. Gegenüber dem Kunden nennen sich die berufsfremden Angestellten einfach "Stylisten", denn die Berufsbezeichnung "Friseur" ist gesetzlich geschützt und erfordet drei Jahre Ausbildung.
Die Mitarbeiter Du arbeitest für eine Billigkette? Alle Infos für Mitarbeiter siehe unten
Die Manager / Betreiber Falls nichts dazwischenkommt, sollten sie den Bericht hier sehr aufmerksam lesen. Wir bleiben dran. Der Staat Auch wenn sich neuerdings der ein oder andere Obermeister mit verhaltener Kritik in die Medien wagt: Friseur-Innungen wollten jahrelang von dem Problem nichts wissen. Kein Wunder, sie verdienen fleissig mit an jeder Billigketten-Filiale (Beiträge, Seminare etc.). Die jahrelange Ablehnung von Mindestlöhnen und Duldung der Zustände macht sie zu "Komplizen" der Billigketten. Auch auf der Homepage des Zentralverbandes Friseurhandwerk wurde dasThema Billiglhne lange Zeit weitgehend ausgeblendet. . Die Gewerkschaften
Nach außen nutzen sie das Image und Können klassischer Friseure. Aus reiner Profitgier unterstützen viele große Shampoo-Hersteller jedoch die umstrittenen Billigketten nach Kräften. Einer der Chefs von Hairkiller ist z.B. ein Ex-Wella-Manager. Einige Ketten wurden von Wella tatkräftig unterstützt, beworben und beliefert, z.b. Cutman und Hairkiller. Die Billigkette HAIRMAX wirbt sogar damit, in Wellas "Circle of Excellence" zu sein (Link). Auch Henkel/Schwarzkopf mischt fleissig mit in der Belieferung von Billigketten. Kein Wunder, der Konzern macht seine besten Umstze mit SYOSS, einer pseudo-professionellen Haarserie im Discount-Segment.
BilligKetten - FAQ Wie entstanden überhaupt diese Billigketten? Sollte man die Handwerkskammern und Friseur-Innungen fragen. In nur wenigen Jahren schafften es eine Handvoll Billigketten, den Ruf des einst so angesehenen und streng reglementierten Friseurhandwerks gründlich und dauerhaft zu beschädigen. Die deutsche "Geiz-ist-geil-Mentalität" ermöglichte Dumpingpreise auf Kosten der Mitarbeiter und der Qualität. Große Billigketten wurden dabei auch maßgeblich von der Industrie unterstützt, die in den Salons der Ketten neue Absatzmärkte für ihre Produkte sahen. Sind Billigketten zukünftig erfolgreich? Wie von Branchenkennern wie HairWeb vorausgesehen, konnten die meisten der anfänglichen "10-Euro-Friseure" den Niedrigpreis nicht halten. Auch durch den 2014 eingefhrten Mindestlohn Mittlerweile sind die meisten bereits bei mindestens 13 EUR oder pleite, wie z.B. die Billigkette "McCut" und andere. Aufgrund vom anhaltenden Preiskampf, Kundenrückgang (siehe Umfrage oben) und kostspieligen Arbeitsgerichts-Prozessen wegen der schlechten Behandlung der Mitabeiter stehen immer mehr Billigketten vor dem Konkurs. Warum arbeiten da Friseure für oft so wenig Geld? Gewerkschaftlich organisiert sind Friseure fast nie, sie sind verteilt auf hunderttausende Kleinbetriebe, in denen es keinen Betriebsrat o. ä. gibt. Innungen und andere "Friseurverbände" ignorieren Probleme dieser Art bzw. kümmern sich lieber um sich selbst. Sie haben es mit zu verantworten, dass deutsche Friseure hierzulande so wenig verdienen wie nirgendwo sonst in Westeuropa. Die Tariflöhne sind teilweise so extrem niedrig, dass eine ungelernte Putzfrau mehr Gehalt bekommt. Billigketten zahlen ihren Mitarbeitern absichtlich so wenig Lohn, weil der Staat sie trotz Vollzeitjob mit Hartz4-Geldern aus Steuermitteln unterstützt. Was erwartet mich als Mitarbeiter bei Billigketten ?
Die "billigen" Tricks der Ketten
Trick "Eigenanteil": Ein Friseur schnitt sich in den Finger und mußte in die Unfallklinik. Mit der Begründung "weil es ja ein Betriebsunfall ist" wurden dem Mitarbeiter 75.-EURO vom Nettogehalt abgezogen, deklariert als angeblicher Eigenanteil bei der Berufsgenossenschaft. Erst nach der Drohung mit dem Arbeitsgericht wurde der absichtlich falsche Eigenanteil wieder zurückgezahlt. Trick "55Cent": Mitarbeiter berichteten von 55 Cent, die vom Gehalt einbehalten werden. Als Grund wurden "Kosten für die Zusendung der Gehaltsabrechnung" angegeben Trick "Telefonkosten": Mitarbeiter telefonieren über das Salontelefon mit dem Betriebsleiter. Die Telefongebühren wurden vom Lohn abgezogen. Trick "Minuskonto": In einem Bericht des Hamburger Abendblattes steht, mit welchen Methoden manche Billigketten arbeiten, um ihren Angestellten noch weniger Lohn zu zahlen. Conrad Strehl, Lehrlingswart bei der Hamburger Friseurinnung schildert die Vorgehensweise wie folgt: "Viele Betriebe richten den Angestellten ein Minuskonto, beispielsweise mit 1200 Euro, ein. Pro Kunde wird etwas draufgerechnet, und erst bei null wird der Lohn ausbezahlt." Mit diesem Trick bekommen manche Friseure nur alle zwei Monate Lohn. ...zum gesamten Bericht >>> Links: Hamburger Abendblatt (Minuskonto) | Hamburger Abendblatt (Manager packt aus) | HA - Kette streitet ab
HairWeb bittet daher dringend um weitere Berichte mit Beschwerden betroffener Mitarbeitern. emails bitte an die HairWeb-Redaktion: . 100% Vertraulichkeit wird garantiert. Keine Weitergabe der Daten an andere ohne Zustimmung des Betroffenen! HairWeb wird übrigens laufend von Gewerkschaften, TV und Presse gebeten, Friseure zu finden, die bereit sind, im Interview bzw. vor der Kamera über ihre Erlebnisse im Betrieb bzw. den Lohnproblemen zu berichten (natürlich anonym). Falls du ebenfalls dazu bereit bist, sende eine eMail an Hier findest du andere Mitarbeiter-Berichte
Zoll Bei Verdacht auf Tarif-Verstöße, Lohndumping, meisterlose Betriebe die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls informieren (nicht die Handwerkskammer, die wimmelt oft nur ab). Achtung: Nach neuen Erfahrungsberichten wimmelt auch der Zoll wegen Arbeitsberlastung gerne ab - ggf. werden nur offizielle Anzeigen verfolgt. Anwalt / Gericht einschalten Ein Rechtsanwalt / Sachverständiger (möglichst ein Fachanwalt für Arbeitsrecht) sollte gefragt werden. Er prüft, welche Rechte man hat, wieviel Lohn man nachfordern kann oder wie man richtig kündigt. Falls der Arbeitnehmer nicht genug Geld für einen Anwalt hat kann er bei der Öffentlichen Rechtsauskunfts- und Vergleichsstelle um Rat fragen und im Streitfall vor dem Arbeitsgericht Prozesskostenhilfe in Anspruch nehmen. Infos gibt es bei jedem Gericht in deiner Nähe. Die Chancen stehen bei einem Prozess ausgesprochen gut, die meisten Arbeitgeber verlieren den Prozess gegen ihre Mitarbeiter. Betriebsrat grnden Die Mehrzahl der Beschftigten und knapp die Hlfte aller Betriebe in D ist durch einen Betriebsrat vertreten. Bei den groen Friseur-Discountern gibt es bisher keinen Betriebsrat und daher haben viele vor nichts mehr Angst, als vor einer Betriebsratgrndung. Mglich ist die Wahl eines Betriebsrates bereits ab einer Betriebsge von fnf Mitarbeitern und die Teilnehmer sind vor Kndigung geschtzt. ....mehr Informationen hier ffentlichkeit suchen Bei krassen Fällen sollte bzw. MUSS man die Vorkommnisse öffentlich machen. Vor nichts haben Friseurketten mehr Angst, als vor negativen Erfahrungsberichten (Kunden und Mitarbeiter). Bei großen Bewertungsportalen (z.B. Qype.de, Google-Maps, Ciao.de oder Doyoo.de ) , Blogs, und Foren kann man (ggf. auch anonym) Negativ-Berichte schreiben. Oder einfach mal den Firmennamen googeln und Kritiken finden. Durch die Berichte werden neben Kunden auch andere Friseure vor einer bestimmten Firma gewarnt. Insbesondere Facebook bietet unzhlige Mglichkeiten, sich zu informieren und andere Betroffene zu treffen. Hier ein paar fb-Seiten, die sich mit dem Thema befassen: HairWeb.de | Billigfriseure.de | Mindestlohn fr Friseure | Der faire Salon |
Immer billiger...
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Wella & Hairkiller: Sollen jetzt alle zu Hairkillern werden? Doch hinter der "billigen Masche" steckt natürlich mehr.........mehr |
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"iPhone-Fhn"

HairWeb recherchiert und berichtet seit über 10 Jahren über die Machenschaften der umstrittenen Discounter und ist bestens informiert: Viele Betroffene schrieben unzählige verzweifelte eMails und berichteten von geradezu haarsträubenden Zuständen in den 5 bis 12-Euro-Salons (siehe auch "Mitarbeiter" unten). Daraus und aus anderen Recherchen ergibt sich ein erschreckendes Bild von moderner Sklaventreiberei, Gier und Ausbeutung. Das wirklich Schlimme daran ist jedoch: Das menschenverachtende System, deren Umsätze zum Teil auf Staatskosten gemacht wurden (Vollzeit + Hartz4), wurde von vielen lange ignoriert. 

In der ehemaligen DDR (Stasi) und auch schon früher funktionierte es in Deutschland bestens: Die scheinbar typisch deutsche Tradition der "Bespitzelung, Bedrohung und Einschüchterung " wird heute insbesondere durch Discount-Ketten weitergeführt. Weitgehend unsichtbar und unbeachtet von der Öffentlichkeit werden Mitarbeiter systematisch unter Druck gesetzt, bedroht, eingeschüchtert und mundtot gemacht. Der Staat unterstützt seit vielen Jahren Geringverdiener mit Hartz4-Geldern. Billigketten nutzen dies rigoros und systematisch aus und zahlten ihren Angestellten vor dem Mindestlohn oft nur Minilöhne von zum Teil ca. 1,50 Euro pro Stunde (). Die Löhne werden absichtlich niedrig kalkuliert oder nur ein Teilzeitjob angeboten um den Mitarbeiter dann zur "Aufstockung" zur Arbeitsagentur zu schicken. Hier holen sich dann selbst Vollzeitkräfte das fehlende Geld durch staatliche HartzIV-Unterstützung aus Steuergeldern. 

Trick "Probezeit": Mitarbeiter werden immer nur Probezeit-Verträge angeboten, auch nach Ablauf der Probezeit. Die Folge: Mit so einem Vertrag bekommt man keinen Mietvertrag mehr und auch kein Bankdarlehen. Man wird zum Menschen 2. Klasse.
Verständlicherweise haben betroffene Mitarbeiter bei Billigketten Angst um ihren Arbeitsplatz bzw. vor ihrem Arbeitgeber und trauen sich daher nicht, etwas dazu zu sagen. Man kann jedoch gewissen Arbeitgebern nur "das Handwerk" legen, bzw. andere Friseure "warnen", wenn betroffene Friseure ihre Probleme schildern bzw. auf Wunsch auch öffentlich machen (z.B. bei einer bereits laufenden Küdigung).
Betroffene sind nicht so hilflos, wie sie manchmal glauben. Es gibt verschiedene Mglichkeiten, sich gegen Ausbeutung, Rechtsverste des Arbeitgebers zu wenden.
Eine Befragung (10/06) der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Nürnberg hat ergeben, dass Frauen momentan im Durchschnitt ca. 5,7 Mal pro Jahr zum Friseur gehen. Männer liessen sich sogar 6,8 Mal die Haare schneiden. Auch bedingt durch den Boom der "