Friseure: Salonkette C & M Company
|
|
|
|
Die meisten C&M-Filialen befinden sich in Hamburg und Schleswig-Holstein (Standortbeispiele siehe unten). Seit 2006 wollen die C&M-Inhaber, der laut Impressum diplomierte Sozialökonom Andrés Cercós und Brigitte Maaß, auch eine Coffee-Shop-Kette gleichen Namens gründen. Es gibt bereits eine Filiale in Henstedt-Ulzburg. Gleich nebenan, im C&M-Friseursalon gab es übrigens 2006 eine Demonstration der WSAG und der Linkspartei gegen umstrittene Arbeitsbedingungen der Kette. C&M liegt mal wieder falschC&M Company begründet übrigens seine teilweise niedrigen Bedienpreise mit dem "Preiswucher" der klassischen Salons in Deutschland. Wortwörtlich heisst es dazu auf der C&M-Website: "Eine Vielzahl von Friseuren in Deutschland berechnet ihren Kunden völlig überhöhte Preis, die man selbst in London, Paris und New York nicht findet, und zwar aufgrund der eigenen Auslastungsprobleme. Man versucht, mit den wenigen Kunden noch ausreichend Umsatz zu realisieren." Anmerkung der HairWeb-Red.: In London und New York kostet ein Haarschnitt (Wa/Schn/Fö) bei einem namhaften Friseur zwischen 100 und 200 Euro (Starfriseure ab 300 EUR). In Deutschland werden diese Preise, mal abgesehen von einigen wenigen Starfriseuren, nie erreicht.
Deutschland liegt nach Recherchen von HairWeb.org europaweit mit den Friseur -Bedienpreisen am unteren Ende der Preisskala (ohne Ost-Länder). Nicht unüblich für die Branche der Sparfriseure: Bei der C&M Company sollen wohl nicht nur die Preise, sondern insbesondere auch das Personal unter Druck gesetzt worden sein. Bei den Mitarbeitern sind eines Berichts im ZDF zufolge zu hohe Unsatzziele gesteckt, arbeitsvertragsmässige Pausen nicht eingehalten und Krankschreibungen auf Druck der Geschäftsleitung in Urlaub umgewandelt worden. Die Gewerkschaft "verdi" berichtet außerdem von Nichteinhaltung der Tarifverträge. Mindestumsatz sonst Kündigung Ein Schlaglicht auf die Zustände im Friseurhandwerk wirft ein Bericht im Hamburger Abendblatt. Der Zeitung liegt nach eigenen Angaben ein Arbeitsvertrag der Friseurkette C & M Company vor, die in ganz Deutschland 70 Filialen betreibt. In dem Vertrag heißt es unter Paragraf 2: "Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, einen täglichen Umsatz von 200 Euro als Mindestarbeitsleistung zu erbringen (Arbeitspflicht). Wird an einzelnen Arbeitstagen dieser Umsatz von 200 Euro nicht erbracht, so ist der Arbeitnehmer seiner Arbeitspflicht an diesem Tag nicht nachgekommen." Weiter heißt es in dem Vertrag: "Die Unterschreitung der Umsatzgrenze von 200 Euro an einem Arbeitstag ist ein verhaltensbedingter Kündigungsgrund." Quelle: Verdi Hinweis: HairWeb hat Kontakt zu einigen C&M-Mitarbeitern und betont daher der Gerechtigkeit halber, daß es auch C&M-Mitarbeiter gibt, die mit den Arbeitsbedingungen in ihrer Filiale zufrieden sind. Es gibt neben den oben aufgeführten negativen Bewertungen auch ein paar gute Beurteilungen, die jedoch vorwiegend von Männerkunden stammen. Foto unten:
"C&M Kundenstopper" in Oldenburg (City) mit Lockangebot: "Alles 11 Euro" Im Salon kann es erheblich teurer werden... ![]()
BilligKetten - FAQWie entstanden überhaupt diese Billigketten? Sollte man die Handwerkskammern und Friseur-Innungen fragen. In nur wenigen Jahren schafften es eine Handvoll Billigketten, den Ruf des einst so angesehenen und streng reglementierten Friseurhandwerks gründlich und dauerhaft zu beschädigen. Die deutsche "Geiz-ist-geil-Mentalität" ermöglichte Dumpingpreise auf Kosten der Mitarbeiter und der Qualität. Große Billigketten wurden dabei auch maßgeblich von der Industrie unterstützt, die in den Salons der Ketten neue Absatzmärkte für ihre Produkte sahen. Sind Billigketten zukünftig erfolgreich? Warum arbeiten da Friseure für oft so wenig Geld? Gewerkschaftlich organisiert sind Friseure fast nie, sie sind verteilt auf hunderttausende Kleinbetriebe, in denen es keinen Betriebsrat o. ä. gibt. Innungen und andere "Friseurverbände" ignorieren Probleme dieser Art bzw. kümmern sich lieber um sich selbst. Sie haben es mit zu verantworten, daß deutsche Friseure hierzulande so wenig verdienen wie nirgendwo sonst in Westeuropa. Die Tariflöhne sind teilweise so extrem niedrig, daß eine ungelernte Putzfrau mehr Gehalt bekommt. Billigketten zahlen ihren Mitarbeitern absichtlich so wenig Lohn, weil der Staat sie trotz Vollzeitjob mit Hartz4-Geldern aus Steuermitteln unterstützt.
Was erwartet mich als Mitarbeiter bei Billigketten ?
Die "billigen" Tricks der Ketten
Trick "Eigenanteil": Ein Friseur schnitt sich in den Finger und mußte in die Unfallklinik. Mit der Begründung "weil es ja ein Betriebsunfall ist" wurden dem Mitarbeiter 75.-EURO vom Nettogehalt abgezogen, deklariert als angeblicher Eigenanteil bei der Berufsgenossenschaft. Erst nach der Drohung mit dem Arbeitsgericht wurde der absichtlich falsche Eigenanteil wieder zurückgezahlt. Trick "55Cent": Mitarbeiter berichteten kürzlich von 55 Cent, die vom Gehalt einbehalten werden. Als Grund wurden "Kosten für die Zusendung der Gehaltsabrechnung" angegeben Trick "Telefonkosten": Mitarbeiter telefonieren über das Salontelefon mit dem Betriebsleiter. Die Telefongebühren wurden vom Lohn abgezogen. Trick "Minuskonto": In einem Bericht des Hamburger Abendblattes steht, mit welchen Methoden manche Billigketten arbeiten, um ihren Angestellten noch weniger Lohn zu zahlen. Conrad Strehl, Lehrlingswart bei der Hamburger Friseurinnung schildert die Vorgehensweise wie folgt: "Viele Betriebe richten den Angestellten ein Minuskonto, beispielsweise mit 1200 Euro, ein. Pro Kunde wird etwas draufgerechnet, und erst bei null wird der Lohn ausbezahlt." Mit diesem Trick bekommen manche Friseure nur alle zwei Monate Lohn. ...zum gesamten Bericht >>> Links: Hamburger Abendblatt (Minuskonto) | Hamburger Abendblatt (Manager packt aus) | HA - Kette streitet ab
Du bist Friseur/in und bist betroffen? Melde dich ! HairWeb bittet daher dringend um weitere Berichte mit Beschwerden betroffener Mitarbeitern. emails bitte an die HairWeb-Redaktion: friseure(at)hairweb.de . 100% Vertraulichkeit wird garantiert. Keine Weitergabe der Daten an andere ohne Zustimmung des Betroffenen! HairWeb wird übrigens laufend von Gewerkschaften, TV und Presse gebeten, Friseure zu finden, die bereit sind, im Interview bzw. vor der Kamera über ihre Erlebnisse im Betrieb bzw. den Lohnproblemen zu berichten (natürlich anonym). Falls du ebenfalls dazu bereit bist, sende eine eMail an friseure(at)hairweb.de
|
| Berlin-Brandenburg poststelle@zfab.bfinv.de |
Columbiadamm 7 10965 Berlin |
030/69583-0 030/69583-569 |
|
| Hamburg poststelle@zfahh.bfinv.de |
Sieker Landstraße 13 22143 Hamburg |
040/67571-0 040/67571-201 |
|
| München poststelle@zfam.bfinv.de |
Landsberger Straße 124 80339 München |
089/5109-02 089/5109-1180 |
|
| Weitere Kontaktadressen | Weitere Kontaktadressen | Weitere Kontaktadressen |
Vor nichts haben Friseurketten mehr Angst, als vor negativen Erfahrungsberichten (Kunden und Mitarbeiter). Bei großen Bewertungsportalen (z.B. Qype.de, Google-Maps, Ciao.de oder Doyoo.de ) , Blogs, und Foren kann man (ggf. auch anonym) Negativ-Berichte schreiben. Oder einfach mal den Firmennamen googeln und Kritiken finden. Durch die Berichte werden neben Kunden auch andere Friseure vor einer bestimmten Firma gewarnt.
|
|
|
Wir nicht! Werde jetzt aktiv!
-
Leite diesen Link an Freunde + Kollegen weiter!
-
Poste den Link+Foto auf Facebook / Homepage!
-
Klicke den "Gefällt-mir"-Button!
-
Kündige deine Billigketten-Arbeitstelle!
-
Trete aus der Friseurinnung aus (ist gegen Mindestlohn!)
-
Gehe zur Wahl und wähle Merkel + CDU ab!
HairWeb unterstützt die Aktion"Kein (Friseur-) Lohn unter 7,50" der Gewerkschaft ver.di
| HairWeb.de Mix-Ecke.de HOCHSTECKFRISUREN.DE Frisuren-Videos.de FRISUREN-BERATUNG.DE Star-Frisuren.de |
| © 1998-2012 HairWeb | Partner | Communities | Presse | Kontakt | Impressum | Jobs | Datenschutz (Cookies) |






Auch wenn sich neuerdings der ein oder andere Obermeister mit verhaltener Kritik in die Medien wagt: Friseur-Innungen wollten jahrelang von dem Problem nichts wissen. Kein Wunder, sie verdienen fleissig mit an jeder Billigketten-Filiale (Beiträge, Seminare etc.). Die jahrelange Ablehnung von Mindestlöhnen und Duldung der Zustände macht sie zu "Komplizen" der Billigketten. Auch die Handwerkskammern bleiben weitgehend untätig - Hinweise auf Mißstände (z.B. Lohn, Meisterwang etc.) werden zwar scheinbar interessiert aufgenommen jedoch nicht weitergeleitet und damit ignoriert. Nur eine Anzeige beim Zoll (siehe unten) erwirkt eine Überprüfung. 

Trick "Probezeit": Mitarbeiter werden immer nur Probezeit-Verträge angeboten, auch nach Ablauf der Probezeit. Die Folge: Mit so einem Vertrag bekommt man keinen Mietvertrag mehr und auch kein Bankdarlehen. Man wird zum Menschen 2. Klasse.
