Wurzellift nach Haarverlängerung vom "Stylisten"
Der Markt für Haarverlängerungen wird immer unübersichtlicher denn immer mehr Anbieter sind keine ausgebildeten Friseure. Der Grund: Handwerkskammern verteilen "Ausnahmebewilligungen beschränkt auf Haarverlängerung" ... mehr
Danach kann sich jeder z. B. "Stylist oder Haarstylist für Haarverlängerung" nennen (der Begriff "Stylist ist wie z.B. auch "Visagist" nicht gesetzlich geschützt und erfordert keinerlei Ausbildung). Leider hat die Handwerkskammer "vergessen", daß zu einer fachgerechten Haarverlängerung erheblich mehr gehört, als nur "Haare anschweißen", nämlich:
• Haarbeschaffenheitsbeurteilung
• Haare müssen eingeschnitten bzw. angeglichen werden
• Säuberungsschnitte sind erforderlich (ca. 1x im Monat)
• Gelegentlich muß auf Kundenwunsch auch gefärbt bzw. gesträhnt werden.
Das Problem: Die sogenannten "Stylisten" dürfen nur verlängern.
Sobald sie schneiden oder färben, machen sie sich strafbar, denn sie sind keine ausgebildeten Friseure.
Anmerkung der Red.: Die Handwerkskammer Berlin erklärte (mehrfach) telefonisch, daß es keine Angebote für Ausnahmebewilligungen Haarverlängerung gibt - wie erklären sich dann HWK-Datenbankeinträge wie diese?
HairWeb kennt die zahlreichen Beschwerden unzufriedener Kunden: Wurzellift, kurze Haltbarkeit, Nestbildung, ausgefallene Bondings und minderwertiges Material. Um solchen Ärger und Enttäuschungen zu vermeiden, sollte man sich seine Haare also möglichst nur bei einem "echten" Friseur fachgerecht verlängern lassen. Wer auf "Nummer sicher" gehen will, sollte sich unbedingt vorher den Gesellen- bzw. Meisterbrief zeigen lassen. Alternativ kann man das auch über die Online-Handwerkersuche bei der zuständigen Handwerkskammer online überprüfen - siehe LINK
Tipp: Einen Friseur suchen, der mit mindestens zwei verschiedenen Anbietern von Haarverlängerung arbeitet. Nicht jede Technik ist für jedes Haar geeignet.
Die verschiedenen Techniken
Keratin-Verbindungen mit Hitze oder Ultraschall
An jeder Strähne (auch "Tresse" genannt) werden Keratinblättchen befestigt. Das fremde Haar wird dann damit mit dem eigenen Haar verbunden. Damit die Keratinplättchen die Haarsträhnen "festhalten" wurden sie früher regelrecht verschweißt (bei ca. 90 °Grad). Einer der ersten, die dieses Verfahren anwendete, war der heutige Firmenchef von Great Lengths , David Gold.
Heute gibt haarschonendere und schnellere Verfahren. Jeder Anbieter arbeitet mit zum Teil komplett verschiedene Methoden. Heutzutage werden die Keratinplättchen auch mit Ultraschall bearbeitet. Dabei wird es zirka 1,5 cm vom Ansatz entfernt um die Eigenhaarsträhne gelegt und mit Hilfe eines Modellierstabes verbunden, der Ultraschallwellen aussendet. Diese verändern dann die Moleküle und somit die Konsistenz des Keratins, wodurch eine feste Verbindung zum eigenen Haar entsteht.
Schalenbonding
Dieses Verfahren wird eher für temporäre Haarverlängerung benutzt. Zum Beispiel wenn man für einen besonderen Anlass (z.B. Hochzeit o. ä.) längere Haare benötigt. Die Haare werden einfach mit einem speziellen Klebstoff an die vorhandenen Haare angeklebt. Die Verbindung löst sich nach ca. einer Woche oder werden bei der Shampoowäsche aufgelöst. Auch mit einer ölhaltigen Substanz auf Wasserbasis lösen sich die Verbindungen.
Air Pressure-System
Schnell und kostengünstig funktioniert das relativ neue Luftdruck-System ("Air Pressure"), da hier per Folie sieben bis zehn Tressen gleichzeitig angebracht werden können (Kosten siehe unten).
Selector - Methode (Hairdreams)
Bei der Selector-Methode wird jede Strähnen einzeln von Hand angebracht. Damit die Stärke des Eigenhaares perfekt auf die Hairdreams-Strähne abgestimmt.....mehr
LaserbeamerXP-Methode (Hairdreams)
Die neueste Generation der bekannten Haarverlängerungssystems mit dem Hairdreams-Laserbeamer heißt "LaserbeamerXP". Das Kürzel "XP" steht für "eXtra-Perfektes" Hairstyling. Durch moderne Lasertechnologie werden bis zu 8 dieser Strähnen gleichzeitig.....mehr
Hairweaving
Es wird bei dieser Methode eine Art Webrand mit dem Haar verflochten, an dem anschließend Haarteile befestigt werden können. Nach spätestens 4 Wochen sollte das Band neu fixiert werden (Kosten ab 600 Euro, Nachbehandlungen um 50 Euro).
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