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Essanelle - die größte Friseurkette DeutschlandsGeiz ist geil - immer mehr Billigketten von Essanelle Doch der in den Aktionärsversammlungen immer wieder gebetsmühlenartig vorhergesagte Erfolg in Deutschland blieb lange aus. Essanelle schreibt nämlich erst seit 2003 wieder schwarze Zahlen. Die Gruppe hatte Ende 2001 ca. 4700 Mitarbeiter - Ende 2004 Jahres waren es nur noch 3900. Ein "Expansionsabenteuer" in Polen wurde rechtzeitig abgebrochen. Die Rettung suchte Vorstand Uwe Grimminger und die mit mittlerweile 30% immer mächtiger werdende KLIER GmbH aus Wolfsburg (siehe Link) in der Gründung immer weiterer Billigketten. HairExpress: Mit der neuen Billigmarke Hair Express steigerte die Friseurkette ihren Umsatz 2003 um mehr als 30 %. Top Ten: Die neue Discount-Salon-Kette von Essanelle. Ähnlich wie HairKiller oder UNISEX sollen die Salons frech, bunt und kreativ rüberkommen und in guten Lauflagen platziert sein. SuperCut: Billigkette wo Föhnen und Stylen der Kunde selbst übernimmt. An einer speziellen Föhnbar stehen dafür alle Utensilien (vom Profi-Föhn bis zu den Stylingprodukten) zur Verfügung. Essanelle-Salóns: ca. 500 Friseurläden in Innenstadtlagen und Einkaufszentren (z.B. bei Karstadt und Kaufhof). Sie verzeichneten noch 2004 zum Teil starke Umsatzrückgänge. Jürgen Tröndle-Salóns: Für höhere Kundenansprüche gibt es deutschlandweit ca. 14 Filialen Mods Hair: Seit dem 1. Juli 2006 werden die MODS HAIR-Salons von der ICF International Coiffeure Franchising GmbH weitergeführt. Essanelle will lieber auf die Expansion mit eigenen Salons konzentrieren, da man hier ein höheres Umsatz- und Ertragspotential vermutet. Essanelle Management
Aufsichtsrat Joachim Dübner, Vorsitzender (Geschäftsführer) Peter M. Herold, stellvertretender Vorsitzender (Gewerkschaftssekretär) Michael Eberhardt (Gewerkschaftssekretär) Cornelia Glaß (Friseurmeisterin) Fritz Kuhn (Unternehmensberater) Hans-Joachim Oltersdorf (Geschäftsführer) Werner Schneider (Diplom-Ökonom) Hiltrud Seggewiß (Unternehmensberaterin) Jürgen Tröndle (Friseurunternehmer) Barbara Wietusch (Friseurmeisterin) Ulrike Witt (Friseurin) Der Vorstandsvorsitzende dazu: „Mit den bisherigen Ergebnissen haben wir eine sehr zufriedenstellende Ertragsentwicklung fortgesetzt und werden unsere Jahresziele damit übertreffen. Allerdings zeigt sich, daß die Verbraucher wieder deutlich zurückhaltender werden. Es wird deshalb schwierig, bei unseren Konzernumsätzen das Vorjahresniveau zu erreichen.“ Geschäftsentwicklung (Quelle Essanelle)Nachdem die Umsätze in den vergangenen Geschäftsjahren durchweg leicht rückläufig waren, hat Essanelle im ersten Halbjahr 2006 die Trendwende geschafft. Dank einer positiven Entwicklung bei den Salonkonzepten HairExpress, Super Cut und Top Ten, die vor allem die preissensitive Kundschaft ansprechen, konnten die Konzernerlöse um 1,9 Prozent auf 56,7 Mio. Euro ausgeweitet werden. Die höchste Steigerungsrate von den etablierten Konzepten erwirtschaftete dabei HairExpress mit 7,2 Prozent, während das im Dezember 2005 neu eingeführte Label Top Ten bereits Umsätze von 0,7 Mio. Euro beisteuerte. Als starkes Standbein erwies sich abermals das Produktgeschäft, das insbesondere mit den konzerneigenen Beauty Hair Shops forciert wird. Die Verkäufe von Friseurprodukten über diesen Vertriebskanal erlösten rund 2,0 Mio. Euro und übertrafen die Vorjahresperiode damit um 42 Prozent. Leichte Rückgänge waren dagegen bei der Stammmarke Essanelle - Ihr Friseur (-2,3 Prozent) und bei dem Ableger für das gehobene Preissegment - Jürgen Tröndle (-7,7 Prozent) - zu verzeich- nen. Expansion im Filialgeschäft Der Zuwachs auf der Konzernebene wird vor allem von einer Erhöhung der Filialzahl getragen. Diese ist bereits im letzten Jahr nach 36 Neueröffnungen und 17 Schließungen per Saldo um 19 Salons gestiegen. Für das laufende Geschäfts- jahr hat das Management 50 neue Einheiten als Zielmarke gesetzt, wobei sich die Expansion vor allem auf die wachstumsstarken Labels im niedrigen Preissegment konzentriert. In Einzelfällen kann das bestehende Netz allerdings auch durch die komplette Übernahme kleiner Konkurrenten erweitert werden. Ein großer Schritt in diese Richtung erfolgte dabei Mitte Juni mit dem Kauf von neun Friseursalons in Nordrhein-Westfalen. Nach Auskunft des Managements sind die Standorte am Markt bereits gut eingeführt, können problemlos in den Konzern integriert werden und dürften schon im zweiten Halbjahr Erlöse über 1,0 Mio. Euro erzielen. In Summe erhöhte sich die Zahl der Filialen zwischen Januar und Juni bereits um 30 Einheiten, so dass ein Großteil der Wachstumspläne für das Gesamtjahr schon nach sechs Monaten umgesetzt ist. Verkauf der Fran- chiseaktivitäten Nicht weiter verfolgt wird dagegen das Franchisegeschäft mod's hair, welches bislang das eigene Filialnetz ergänzt hat. Nach Aussage von Vorstand Grimminger hat sich der Bereich in den letzten Jahren unter den Erwartungen entwickelt, weswegen er zum ersten Juli an die ICF International Coiffure Franchising GmbH abgegeben wurde. In der Vergangenheit hat mod's hair allerdings weder große Gewinne noch Verluste erwirtschaftet, so dass die Auswirkungen dieser Transaktion auf das Konzernergebnis gering bleiben. Anziehende Gewinndynamik Einen deutlich größeren Einfluss auf die Gewinnentwicklung übt die Eröffnung neuer Filialen aus. Da sich die volle Ertragskraft in der Regel frühestens nach 2 Jüngste Geschäftsentwicklung Page 3 Research-Update Essanelle Hair Group AG / 29. August 2006 einem halben Jahr entfaltet, wird der Konzerngewinn in den Anfangsmonaten noch durch die Anlaufkosten belastet. Dieser Effekt hat sich vor allem in den Zahlen zum ersten Quartal 2006 gezeigt, in dem der Gewinn aufgrund der Auf- wendungen für die zahlreichen zusätzlichen Salons trotz Umsatzwachstums auf dem Vorjahresniveau von 0,3 Mio. Euro verharrte. Da Essanelle nun kontinuier- lich neue Salons eröffnet, wird dieser Effekt zunächst anhalten. Allerdings sollte er zunehmend durch die Umsatz- und Ergebnisbeiträge der Neueröffnungen aus dem Spätherbst 2005 kompensiert werden, die nun ihre Anlaufphasen beenden. In der Tendenz hat sich dies schon im zweiten Quartal abgezeichnet, als der Periodenüberschuss um beachtliche 22 Prozent auf 1,1 Mio. Euro gewachsen ist. Dadurch verbesserten sich auch die Profitabilitätskennziffern auf Halbjahresbasis: Neben dem höheren Nettoergebnis von 1,4 Mio. Euro (Vorjahr 1,2 Mio. Euro) stiegen auch das EBITDA um 6,7 Prozent und das EBIT um 11,7 Prozent. Ausblick Branchenperspektiven zwiegespalten Dank einer steigenden Konsumfreudigkeit der Verbraucher hat sich das Umfeld im Friseurmarkt weiter aufgehellt. So könnte das Geschäft im laufenden Jahr zumindest stabil bleiben, nachdem die Branchenumsätze in den letzten Jahren kontinuierlich zurückgegangen waren. Ein großer Unsicherheitsfaktor für die künftige Entwicklung bleibt allerdings die deutliche Mehrwertsteuererhöhung zum 01. Januar 2007, die der relativ preissensiblen Kundschaft erneut den Anstoß geben könnte, die Ausgaben für die Haarpflege zu verringern. Schätzungen angehoben Wir glauben allerdings, dass Essanelle auch für ein weiter rückläufiges Marktum- feld gut aufgestellt ist. Durch die konsequente Diversifizierung des Angebots und die laufende Expansion bei erfolgreichen Konzepten dürfte das Unternehmen auf Kosten kleinerer Konkurrenten zulegen. Nach den guten Halbjahreszahlen, die vor allem auf der Ergebnisseite eine positive Überraschung darstellten, haben wir unsere Schätzungen für das Gesamtjahr leicht angehoben. Die prognostizier- ten Margen und Zuwachsraten für die Folgeperioden bleiben dagegen unverändert. Die Mehrwertsteuererhöhung dürfte allenfalls für eine kurzfristige Delle bei den Geschäftszahlen sorgen, die durch das Zusatzgeschäft aus neuen Filialen schnell kompensiert werden sollte.
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Der umsatzstärkste deutsche Friseurfilialist hat die meisten Salons, die meisten Mitarbeiter und die höchsten Umsätze. Der durchschnittliche Salonumsatz beträgt über 200.000 und bewegt sich damit laut Verwaltung deutlich über dem marktüblichen Durchschnitt von 90.000. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen rund 3.800 Mitarbeiter und hat mehr als 7 Millionen Kundenbesuche pro Jahr. Die einzige börsennotierte deutsche Friseur-Kette Essanelle Hair Group AG hat als Vorbild die an der Nasdaq gelistete Regis Corp., die in den USA das Zehnfache der Essanelle Group erwirtschaftet.
Essanelle-Vorstandschef Uwe Grimminger (Foto rechts) wollte 2004 den Umsatz auf rund 1,2 Mill. Euro verdoppeln (