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 "Haarige"   Vorschriften  in  Beruf & Schule

Es gibt manchmal strenge Vorschriften, Regeln oder gar Gesetze zur Haartracht - hier gibt´s kuriose Fundstücke zum Thema

Schulverweis wegen WM-Frisur

Der Schüler Lewis Whitehead (13) aus der südenglischen Stadt Bodmin hatte sich anlässlich der WM 2006 die Haare im Muster eines Fußballs rasieren und einfärben lassen.

Der ungewöhnliche Style wurde ihm zum Verhängnis. Die strenge Schulleitung des örtlichen Community College schickte den Jungen nach Hause, weil sie der Meinung war, der Schnitt sei "nicht angemessen". Er könne jedoch wieder zurückkommen, wenn Haarschnitt wieder "normal" sei. Auch der britische Sender BBC berichtete über den "haarigen" Vorfall und befragte Lewis selbst: "Ich wollte nur ein wenig Fun haben. Wo ist das Problem?".

Links: Fußballerfrisuren | WM2006 | Rasierte Frisuren



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Polizeibeamte sollen keinen "Lagerfeld-Zopf" mehr tragen

Gericht bezeichnet lange Männerhaare als "ungewöhlich"

Rechtzeitig zur Fußball-WM 2006 in Deutschland kam eine neue Dienstanweisung des Innenministeriums. Bundespolizisten sollen keine Drei-Tage-Bärte oder "Lagerfeld-Zöpfe" mehr tragen dürfen. Unter das Verbot fallen auch Piercings, Ohrstecker und sichtbare Tattoos.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) kündigte massive Proteste an. "Die Bundespolizisten sehen hervorragend aus. Wir brauchen keine Richtlinie, um Menschen zu normieren", sagte der GdP-Chef Konrad Freiberg der "Neue Ruhr Zeitung".

DVDs tauschen bei Hitflip.de Schon 2003 wurde das Verbot des Tragens eines "Lagerfeld-Zopfes" durch einen Polizeibeamten per Gesetz erlassen. Ein Verwaltungsgericht hob in einem Urteil Anfang August 2003 die Bedeutung des Erscheinungsbildes von Polizisten in der Öffentlichkeit hervor und bezeichnete lange Haare bei Männern als ungewöhnlich. (Az2L1819/03.NW). Einem Polizeiobermeister mit "Lagerfeld-Zopf" war geraten worden, seine Haare bis auf Hemdkragenlänge zu kürzen. Die die Haare reichten auch im zusammengebundenen Zustand bis etwa zur Mitte der Schulterblätter. Der betroffene Polizist wandte sich erfolglos an das Verwaltungsgericht, das sagte, daß eine deutlich über den Hemdkragen reichende Haarlänge bei uniformierten Polizeibeamten unzulässig sei.

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Langhaarige Iraner

Die Iranische Fußball-Föderation (FFI) hatte schon 2004 etwas gegen langhaarigen Fußballer. Ein Funktionär ließ damals verkünden, Fußballer mit langen Haaren würden die islamische Kultur untergraben. Die Spieler wären kein Vorbilder insbesondere für die Jugend und erzeugten bei den Besuchern und TV-Zuschauern negative Aufmerksamkeit. Bei Zuwiderhandlungen sollten Sperren für Ligaspiele und Nationalmannschaft erfolgen. Hintergrund der Strafaktion war ein Hauptstadt-Derby zwischen den verfeindeten Hauptstadtclubs Persepolis Teheran und Erzrivale Etseqlal Teheran, bei dem Persepolis-Star Ali Ansarian mit modischer Pferdeschwanzfrisur auffiel Ansarian verteidigte sich damit, daß seine Frisur doch seine persönliche Angelegenheit sei. Staats-Zensur gab es übrigens auch schon bei der WM-Gruppenauslosung - im iranischen TV wurden zunächst alle Szenen mit der Moderatorin, dem Model Heidi Kum, herausgeschnitten und dann zeitversetzt gesendet.

Ansarians ebenfalls langhaariger Ex-Mitspieler, Ali Karimi (Foto rechts) zog schon früh Konsequenzen aus dem Haar-Streit mit den strengen Fußball-Mullahs: Er wechselte zuerst von Persepolis Teheran zu Dubais Topverein Al Ahly und ist seit Mitte 2005 beim Bundesligaclub Bayern München unter Vetrag. Im Januar 2006 musste Asiens Fussballer des Jahres (2004) anlässlich eines Freundschaftsspiels gegen seinen Heimat-Verein antreten. Sein Ex-Club Persepolis Teheran ging zunächst durch den langhaarigen Ansarian in Führung - am Ende gewannen die Bayern mit 2:1. Die Iraner machten aus dem Spiel eine Propaganda-Show: Vor der Fernsehübertragung wurde der Text "Die friedliche Nutzung der Atomenergie ist ein natürliches Recht aller Völker" eingeblendet. Wie der 2005 gewählte Präsident Irans, Mahmut Ahmadinedschad (Foto rechts)...mehr






Bundewehr & Haarkultur

Aus der ZDv 10/5 "Leben in der militärischen Gemeinschaft"

Die Erfordernisse des militärischen Dienstes hinsichtlich Funktionfähigkeit, Unfallverhütung, Ansehen der Bundeswehr in der Öffentlichkeit, Disziplin und Hygiene stellt grundsätzliche Forderungen an die Haar- und Barttracht des Soldaten.

Die Haar- und Barttracht muß sauber und gepflegt sein. Modische Frisuren sind erlaubt; ausgenommen sind Frisuren, die in Farbe, Schnitt und Form besonders auffällig sind (z.B. Punkerfrisuren, Irokesenschnitte, grell gefärbte Haarsträhnen, Ornamentschnitte).

Elvis geht zur Army!Der Haarschnitt männlicher Soldaten muß am Kopf anliegen oder so kurz geschnitten sein, daß Ohren und Augen nicht bedeckt werden. Es ist so zu tragen, daß bei aufrechter Kopfhaltung Uniform- und Hemdkragen nicht berührt werden.

Nicht erlaubt sind besonders ausgefallen Haarschnitte (z.B. Pferdeschwänze, gezopfte Frisuren). Bärte und Kotletten müssen kurz geschnitten sein. Wenn sich der Soldat einen Bart wachsen lassen will, muß er dies während der Urlaubszeit tun.




Bundeswehrwitz zum Thema...

Sitzen ein Leutnant und ein Gefreiter nebeneinander beim Friseur. Der Leutnant wird - nach beendetem Haarschnitt - gefragt: "Haarwasser, der Herr?" Er antwortet : "Nee, nee, lassen Sie das mal, wenn ich so dufte, denkt meine Frau, ich war im Bordell." Sagt der Gefreite : "Mir können Sie ruhig Haarwasser drauf tun, meine Frau weiß nicht, wie es im Bordell riecht..."...mehr Witze





Künstliche Brusthaare für  Hollywoodstar


Auch für Schauspieler gibt es zuweilen bizarr anmutende "Haar-Vorschriften".

Filmstar Orlando Bloom (Herr der Ringe) spielte im Kreuzfahrer-Epos "Königreich der Himmel" einen Schmied, der zum Kreuzritter wurde. Er bekam auf Wunsch des Regisseurs einen etwas "männlicheren, behaarten" Oberkörper verpasst. Die Brust des sonst "brusthaarfreien" Hollywood-Stars wurde mit Kunsthaaren präpariert, um mehr maskuline Ausstrahlung für seine Rolle zu erzielen. "Sein Brustteppich ist wahrscheinlich der beste Spezialeffekt im ganzen Film", unkte ein Set-Mitarbeiter.

Ab November 2005 ist Orlando wieder im Kino zusehen. Er spielt im Drama "Elizabethtown" mit der (deutschstämmigen) Kirsten Dunst erneut eine Hauptrolle - diemal ohne Brust-Teppich...

Links: Brusthaartoupets (ebay) | Mehr "haarige" Starnews








Perückentrick in der Uni


Seitdem das Tragen von Kopftüchern in den Universitäten der Türkei verboten ist, tragen islamistische Studentinnen anstatt Kopftuch eine Perücken. Damit umgehen sie "ungestraft" die neue Verordnung. Das Interesse an Perücken ist seitdem enorm gestiegen und türkische Perückengeschäfte verzeichnen explosionsartig gestiegene Verkaufszahlen. Wichtig für die neuen Kunden ist dabei, daß die Perücke dunkelfarbig und schulterlang ist, so daß sie - genau wie ein Kopftuch - die eigenen Haare, den Hals sowie die Schultern bedeckt.

>>> mehr über Haare im Islam




Junge mit grünen Haaren sollte Schule verlassen

Der elfjährige Alex aus Kalifornien (USA) war eigentlich ein guter Schüler - trotzdem schickte ihn die Schuldirektorin zum Umfärben nach Hause. Der Grund: Der Junge hatte sich die Haare in seiner Lieblingsfarbe gefärbt: Grelles Grün. In den USA gibt es keine allgemeingültigen Regeln zur Haartracht der Schüler - jede Schule stellt ihr eigenen Vorschriften auf. Dort steht meist, daß die Haare der Schüler sauber und gekämmt sein müssen. Genau das waren die Haare von Alex - nur eben grün.

Quelle: Spiegel online





China verbietet seinen Fußballern Beckhams Frisur


Chinesische Behörden haben ihrer Nachwuchs-Nationalelf untersagt, einen Pferdeschwanz wie David Beckham zu tragen.

"Denn bevor man ein Fußballstar wird, muss man erst erlernen, sich wie ein echter Mann zu benehmen", zitierte die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua den Vorsitzenden der Jugendabteilung des Chinesischen Fußballverbandes (CFA), Feng Jianming.

Man ist aber auch gegen andere "seltsame Frisuren". Die neuen Regeln verbieten außerdem den Spielern der Jugendmannschaft, die Glatze von Beckhams Teamkollegen Roberto Carlos zu imitieren. "Gefärbtes Haar, langes Haar und seltsame Frisuren sind strengstens verboten.

Alle Spieler müssen ihre Haar kurz schneiden", lautet die seltsam anmutende Anweisung des Vereins.

Links: Alles über Beckham | Stars aus China | Chinas Frisurenhistorie

 



 

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