"Groß, dunkelhaarig, steht auf Blondinen." So wurde 1933 der Schauspielerin Fay Wray (Foto links) ihr neuer Filmpartner beschrieben. Sie tippte zunächst auf Cary Grant, doch es wurde ein anderer: Der berühmteste Kino-Gorilla aller Zeiten: King Kong!
In den 30er Jahren gehörte Pomade zur täglichen Herrenpflege.
Links eine Pomaden-Werbung des damaligen Idols, Weltmeister-Boxer Joe Louis. In der Nachkriegszeit wird Pomade mit Schmiere, Schmalzlocken oder öligen Haaren gleichgesetzt, da damals aus Not auf Schmalz, Fett oder Butter als Ersatz für echte Pomade zurückgegriffen wurde.
Einen Höhepunkt bei den Frauenfrisuren bildet ab Mitte der Dreißiger Jahre die tief in den Nacken gezogene, nach oben eingeschlagene Olympiarolle. Auch die durch die Filmindustrie verbreitete Page-Boy-Frisur (Bob) muss in diesem Zusammenhang genannt werden.
Mit ihrer nach innen geschlagenen, geraden Kontur im Nackenbereich trifft sie, kombiniert mit der Olympiarolle, den Geschmack der jungen Generation auch in Deutschland.
Weitere, neue technische Hilfsmittel wie zum Beispiel elektrische Haarschneidemaschinen und Trockenhauben erleichtern den Coffeuren ihr Handwerk.
Foto links: Renee Zellweger mit Retro-Bob
Foto unten rechts: Schauspielerin Lilian Harvey
Schreckliche Bärte...
Bei den Männern wurde der Bart ein manchmal sogar furchterregendes "Markenzeichen" der jeweils herschenden Politiker, Diktatoren und Staatsoberhäupter.
Hitlers gestutzter Oberlippenbart (Foto rechts) ist bis heute Synonym für das düsterste Kapitel deutscher Geschichte (siehe auch Link"). Auch das russische Pendant des "Führers"...mehr über historische Bartträger
Neu: Die Geschichte des Rasierapparats
Wie und womit wurde in den 30ern und 40ern rasiert? ... mehr
1936 kam es außerdem in Mode, die Stirnhaare zu kleinen Löckchen zu krausen und die Deckhaare in einer einfachen Nackenrolle zusammenzufassen. Die Haare wurden ab jetzt auch wieder länger getragen.
Gegen Ende der dreißiger Jahre kämmte man oft die Locken der Deckhaare hoch und frisierte seitlich die schulterlangen Haare zurück, wobei die Locken lose in den Nacken fielen. Die Ohren mussten stets frei bleiben.
Foto oben: Jean Harlow - das "Sexsymbol" der Dreißiger Jahre
Foto unten: Betty Grable - Ikone der Vierziger Jahre
Diese Frisur blieb auch während und nach dem Krieg in Mode. Einen traurigen Hintergrund hat die so genannte "Entwarnungsfrisur". Dieser volkstümliche Frisurenname entstand durch die Luftangriffe, bei dem die Entwarnung für die sich im Luftschutzkeller Aufhaltenden einen erlösenden Ruf bedeutete: "Alles nach oben."
Weiterhin wurden bedingt durch den Arbeitseinsatz von Frauen im Krieg Zopffrisuren getragen oder auch (um die Haare zusammenzuhalten) Haarnetze und Kopftücher benutzt. Diese wurden so zu einem beliebten Kopfschmuck dieser Zeit.
Foto oben: Keira Knightley onduliert im 30er-Style
Was machst Du mit dem Haar, lieber Hans?
Männer trugen ihr Haar bis nach dem 2. Weltkrieg kurz.
Frauen liebten nach dem 2. Weltkrieg halblange natürlich schwingende Frisuren, die Dauerwelle, welche neuerdings auch kalt gemacht werden konnte, spielte weiterhin eine wichtige Rolle.
Foto: Hans Albers - der "blonde" Hans (Mehr Infos)
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