Afro-Amerikanische Frisuren
Afro-Amerikanische
Flechtkunst hat Ihren Ursprung eigentlich in Afrika und wurde durch die in die
Sklaverei verschleppten Afrikaner nach USA und in die Karibik "importiert".
Ursprünglich spiegelten die verschiedenen Frisuren und die verwendeten
Muster den sozialen Status der Trägerin oder des Trägers
wieder. Die Muster- und Flechtechniken unterschieden sich von Stamm
zu Stamm, aber grundsätzlich trugen zum Beispiel ledige Mädchen
andere Frisuren als die verheirateten Frauen. In vielen Teilen Afrikas
ist das noch heute so.
Auch
ein Statussymbol stellen diese Frisuren dar, sowohl in Afrika als
auch bei der afroamerikansichen Bevölkerung in den USA. Je aufwendiger
und kunstvoller die Frisur, desto höher das Ansehen der Trägerin
oder des Trägers. Eine Mutter die etwas auf sich hält würde
niemals Ihre Kinder mit "nappy hair" in die Schule schicken,
also wird alle 1-2 Wochen stundenlang an der Schönheit der Sprösslinge
gearbeitet. Heute sind viele Afroamerikaner sehr stolz auf Ihre kunstvoll
geflochtenen Haare - das war aber nicht immer so.
Es gab eine Zeit da wollte man
nichts mit den "Wurzeln" der eigenen Herkunft zu tun haben,
die Haare wurden stattdessen geglättet. Zur Zeit befinden sich
jedoch die Flechtfrisuren im Aufwind, man ist wieder stolz auf die
Herkunft, was sich auch in den "ethnischen" Frisuren wiederspiegelt
die von den Stars auf MTV getragen werden.

Die
"Frisur" wird von Afrikaner oder Afro-Amerikaner oft sehr
hoch bewertet. An jeder Ecke finden man einen Salon, der entweder
auf das Glätten der Haare oder auf "African Braiding"
spezialisiert ist und es gibt selbst in kleineren Orten mehree gigantische
Läden die nichts weiter verkaufen als Pflegeprodukte für
"Black Hair", Haarglättungsmittel (sogenannte "Relaxer"),
Perücken oder spezielles Kunst- oder Echthaar zum Einflechten
ins Eigenhaar. Die meisten modernen Kreationen
kommen nämlich ohne Kunst- oder Echthaar nicht aus. Die Frisuren
sehen damit einfach viel besser aus und halten auch 2-3 mal länger.
HairWeb.de bedankt sich für die Hintergrundinformationen
bei Magic Style
- Heilbronn
Rastafari (kurz: RASTA)
Sie eine politisch-religiöse Bewegung, die im frühen
20. Jahrhundert unter der afrikanischen Bevölkerung Jamaikas
entstanden ist. Seit den fünfziger Jahren findet die Rastafari-Bewegung
auch in afrikanischen, europäischen und nordamerikanischen Ländern
sowie bei Aborigines in Australien und Maoris in Neuseeland beträchtlichen
Zulauf.
Ihre
Wurzeln hat sie in den Bürgerrechtsbewegungen der dreißiger
Jahre, insbesondere in der von Marcus Garvey initiierten "Back
to Africa"-Bewegung, die sich für die Rückkehr der
afrikanischen Bevölkerung nach Afrika einsetzte. Die Erfahrung
von Sklaverei, Kolonialismus und heutiger subtilerer Formen von Rassismus
und wirtschaftlicher Ausbeutung wird von den Rastafaris kulturell
in besonderer Weise verarbeitet: Das "gottlose" Babylon
der Weißen wird dem "gelobten Land" Afrika gegenübergestellt.
Trotz unterschiedlicher Riten ist allen der Glaube an die Göttlichkeit
Ras Tafaris, des früheren äthiopischen Kaisers Haile Selassie
I., gemein.
Die
Rastafaris verbinden Emanzipationsbestrebungen mit Elementen afrikanischer
Religionen und alttestamentlichen Vorstellungen. Da sie sich keine
zentralisierte Organisation gegeben hat, ist die Anhängerschaft
nur ungefähr zu schätzen, sie liegt aber bei über fünf
Millionen. Ein wichtiger Bestandteil der Rastabewegung ist die Haartracht,
die verfilzten Haarsträhnen, Dreadlocks genannt, sowie die häufig
getragenen Strickmützen in den Farben der äthiopischen Flagge:
rot, gold und grün.
Während
der siebziger und frühen achtziger Jahre trug die Popularität
des Reggae-Sängers Bob
Marley (Forto rechts) dazu bei, die Botschaft der Rastafaris zu
verbreiten. Seit dem ist der ursprüngliche Look der Rastafarian
so bekannt und beliebt geworden, daß er nicht mehr nur von Anhängern
dieser Bewegung getragen wird.
Die Rastafrisuren wurden modernisiert und variiert,
so daß heute viele Menschen eine "urspüngliche" Rastafari
Frisur tragen, die modisch in die heutige Zeit übersetzt wurde.
Damit Haare zu Dreadlocks werden, muss Strähne für Strähne
mit Bienenwachs verklebt werden.
Dreadlocks symbolisieren bei den Rastas die Flügel
von Engel und sollen das Böse abwehren. Die Länge der Haarpracht
stehe für das Alter, die Weisheit und Erfahrung des Trägers.