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"Haarige"  Sitten  im  Islam 

 


Geschichtliches, Bedeutung, Hintergrund und aktuelle News

 

Haarefärben und Haarentfernung - halal oder haram?

Neben den Äußerungen von Papst Benedict und dem Streit um Karikaturen des Propheten Mohammed gibt es noch andere Dinge, die die Welt der Muslime entzweien. Dazu gehört auch die Frage, ob diejenigen, die sich die Haare einfärben, islamgerecht handeln (arab.: halal) oder ob die Haarfärbung ein religiöser Gesetzesverstoss (arab.: haram) darstellt. Hier gibt es eine Vielzahl widersprüchlicher Auslegungen und Deutungen: Schwarze Haarfarbe nicht benutzen, Henna aber doch etc. (siehe Foren-Diskussion). Gleiches gilt für die Haarentfernung bei Männern (siehe unten) und Frauen.

 

Oft bedeckt: Kopfhaare muslimischer Frauen

Obwohl der Koran nicht eindeutig aussagt, dass Frauen ihre Haare nicht sichtbar zeigen dürfen, wird das Haupthaar mancher muslimischer Frauen mit einem Kopftuch verhüllt.

Der Koran besagt in Sure 24:31, dass Frauen ihre Reize – soweit sie nicht "normalerweise" sichtbar sind – vor Männern, die nicht mit ihnen verwandt oder verheiratet sind, verbergen sollten. Sie sollten demnach "ihr Gewand über ihre Brust ziehen". Dieses Kleidungsstück benutzten Frauen damals für den Ausgang, es bezeichnet aber auch eine Kopfbedeckung.

Aber nicht alle Muslime interpretieren diese Koranstelle als Pflicht, ein Kopftuch zu tragen.

Das Kopftuchgebot soll laut dem Koran die Würde der muslimischen Frauen schützen und zum respektvollen Umgang von Männern und Frauen beitragen. Ein anderes, im Koran klar definiertes Gebot (Sure 24:30), ist das gegenseitige Senken des Blicks bei der Begegnung von Mann und Frau. Das Senken des Blicks wird jedoch mit weit weniger Nachdruck befolgt als die manchmal sogar von Regierungsseite islamischer Länder (insbesondere Iran) streng kontrollierte und von Islamisten leidenschaftlich verteidigte Kopftuchregel.

Tatsächlich gibt es unterschiedliche Arten der Abdeckung: Die strenge Komplettverhüllung, bei dem der gesamte Körper z.B. mit der Burka eingehüllt wird (s.o.).

Mit Kopftüchern, auch Tschador (persisch) oder Hidschab (arabisch), wird die Frisur je nach religiöser Hinwendung mal mehr, mal weniger bedeckt. In manchen Ländern, in denen der Islam etwas liberaler praktiziert wird, dient das Kopftuch nur noch als eine Art Alibifunktion, um den "religiösen Schein" zu wahren. Modische Kopftücher, locker auf´s Haar gelegt, lassen dann Haaransatz und Teile der Frisur erkennen (siehe Foto rechts).

Übrigens: Auch indische Frauen bedecken ihre Haare. Dazu dient ein Sari (langes Stück Stoff).

Im heutigen Christentum hingegen kennt man das Kopftuch als Teil der Ordenskleidung bei Ordensschwestern und bei konservativen Christinnen im Gottesdienst. Das Bedecken des Hauptes während des Gebetes, wurde bis vor ca. 100 Jahren noch in vielen Kirchen (z.B. auch Evangelische Kirche) praktiziert.

Foto rechts: Verschleierter Michael Jackson u. Kind mit Kopftuch

Beispielsweise in der Türkei besteht zur Zeit für Lehrer, Schüler und Studenten ein staatlich angeordnetes Kopftuchverbot (siehe auch Bericht unten). In nicht-islamischen Ländern wird die fromme Kopfbedeckung im Schulbereich geduldet (England, Österreich, USA), regional eingeschränkt (Deutschland, Schweiz) oder flächendeckend verboten (Frankreich). Auch in Deutschland kommt es zuweilen vor Gericht und in den Medien zum so genannten "Kopftuchstreit".

Auch ohne Kreuz und Kopftuch kann man glauben.

Hintergrund für den verkrampften Umgang mit den äußeren Erkennungsmerkmalen einer Religon sind Vorkomnisse, die mit dem tatsächlichen Glauben nur wenig zu tun haben.

Wenn Menschen aller Glaubensrichtungen friedlich und respektvoll miteinander umgingen, würde niemand mehr über Kopfbedeckungen, Bärte und anderen Nebensächlichkeiten streiten.

"Ausserhalb des Familienkreises ein Kopftuch zu tragen gehört zu meiner Identität. Ich fühle mich wohl damit. Aber ich habe auch Freundinnen, die es nicht tragen. Das muss jede Frau selbst entscheiden. Man darf sie weder dazu zwingen, es zu tragen, noch, es nicht zu tragen."   (Malika Laabdallaoui, Muslimische Psychotherapeutin und Buchautorin in einem FOCUS-Interview)





Artikel vom 7.7.2010

Folter für Vokuhila?

Iranisches Ministerium erklärt Trendfrisuren den Krieg

Für Frauen gelten im Iran schon sehr lange sehr strenge Vorschriften wie das Verbergen aller Haare unter dem Kopftuch. Doch gerade wegen der neuen Widerstandsbewegung sieht man neuerdings immer mehr Frauen, bei denen unter der staatlich verordneten Zwangs-Kopfbedeckung Locken und (gefärbte) Haarsträhnen herausschauen. Es ist ihre mutige Art zu zeigen, daß sie gegen das herrschenden Regime sind und sie riskieren damit oft nicht nur eine Inhaftierung: Allein 2009 wurden im Iran ca. 400 Menschen hingerichtet, viele davon Mädchen, die angeblich gegen islamische Vorschriften verstossen haben.

Auch bei den Männern im Iran gilt die Haartracht als eine Art politisches Zeichen. Bartträger gelten als fromm und regierungstreu. Träger gescheitelter 08/15-Frisuren á la Achmadinejad (Präsident Irans) zählen in der Regel ebenfalls nicht zu den Staatsfeinden.

 

Doch die Anzahl der Liebhaber anderer, eher westlich orientierter Haarschnitte ist groß und noch größer ist der momentane Trend, Frisuren von Hollywoodstars wie Johnny Depp nachzuahmen. Daher sieht man zum Beispiel im Straßenbild Teherans viele Jugendliche mit langen Haaren, Pferdeschwanz, Vokuhila, Irokesenschnitt, Punk-Styles, Stachelfrisur und Hair-Tattoos.

Um dieser unerwünschten Frisurenvielfalt Einhalt zu gebieten, hat das iranische Kulturministerium jetzt eine Liste mit Männerfrisuren veröffentlicht, die den Sittenwächtern gefallen und nicht als "westlich" gelten: Darunter brave Kurzhaarfrisuren, einfache Faconschnitte, Scheitelfrisuren und Kotelettenbärte. Jeder Friseur wurde bereits angewiesen, die Liste der erlaubten Frisuren in seinem Salon sichtbar auszuhängen.

Wenn der staatliche Frisuren-Katalog wie erwartet in Kürze zum Gesetz wird, laufen Männer mit "nicht genormten" Frisuren Gefahr, verhaftet, gefoltert (siehe Video rechts unten) oder gar hingerichtet zu werden.

Links zum Thema

The daily Beast: "Iran declares war on mullets"

WT: Top 10 haircuts NOT approved by Iran


Video: Neues Frisuren-Gesetz im Iran



FoxNews: Iran verbietet Männern westliche Frisuren



Video: Sittenwächter bestrafen Jugendlichen für Frisur





Beim Barte des Propheten...

 

Muslime schören noch heute auf „den Bart des Propheten“.

Afghanische Taliban und ihr "Chef" Bin Laden (Foto rechts) brachten den Bart negativ ins Gespräch, indem sie ihn zum Erkennungsmerkmal für ihre Gesinnung machten.

Die Terror-Organisation Al-Kaida beschäfigte sogar im Irak einen Mann, der Insidern als "Der Friseur" bekannt war. Der kürzlich verhaftete Mohammed Subhi Chajri al-Rihaui war ausschließlich für die Änderung der Gesichtbehaarung und das Haarefärben der irren Bombenleger zuständig. So "frisiert" sollten seine von den Amerikanern gesuchten Kunden der Strafverfolgung unerkannt entkommen (Quelle: n-tv).

Insbesondere in der Islamischen Republik Iran gilt das "Nichtragen" eines Vollbartes immer noch als Gotteslästerung und wird oder wurde sogar mit Gefängnisstrafen, Steinigen oder Schlimmerem bestraft.

"Leuchtendes" Beispiel eines radikal-islamischen Bartträgers ist Scheich Mohammed Abu Tir (Foto rechts). Bei den Wahlen in Palästina entschied sich die Mehrheit der Bevölkerung für die israel-feindliche ausgerichetete Hamas-Partei, der Abu Tir angehört. Die Nummer 2 der Hamas trägt wie sein religiöses Vorbild aus dem Koran, Prophet Mohammed, einen mit Henna grellrot eingefärbten Rauschebart.

Auch sein Parteikollege, der 2005 verstorbene Palästinserführer, Jassir Arafat, (Foto links) war immer überzeugter Vollbartträger.

>>> Video: Diskussion (englisch) zum Thema Bartpflicht im Islam







Verbot: Islamische Freisprecheinrichtung

In Ägypten ist es gerade bei jüngeren Frauen groß in Mode: Das Handy beim Autofahren lässig unters Kopftuch klemmen und gemütlich plaudern. Weil auch am Nil Telefonieren im Auto nur mit Kopfhörern erlaubt ist, haben sich Frauen dort diese innovative Lösung für ihr Problem ausgedacht. Das Handy unterm Kopftuch - gewissermaßen als günstige, provisorische Freisprecheinrichtung...mehr über das geplante Verbot

 

Türkei: Perückentrick in der Uni


Seitdem das Tragen von Kopftüchern in den Universitäten der Türkei verboten ist, tragen islamistische Studentinnen anstatt Kopftuch eine Perücken. Damit umgehen sie "ungestraft" die neue Verordnung. Das Interesse an Perücken ist seitdem enorm gestiegen und türkische Perückengeschäfte verzeichnen explosionsartig gestiegene Verkaufszahlen. Wichtig für die neuen Kunden ist dabei, daß die Perücke dunkelfarbig und schulterlang ist, so daß sie - genau wie ein Kopftuch - die eigenen Haare, den Hals sowie die Schultern bedeckt.

Türkei: Warum betrunkene Türkinnen immer ein Kopftuch dabei haben

Ein beliebter Trick, um nach einer durchzechten Nacht die Polizei zu täuschen: Nachtschwärmerinnen aus Instanbul darunter die Sängerin Nil Ünal oder auch Gül Önen, verrieten jetzt, warum sie manchmal Kopftuch tragen....mehr bei Vaybee