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 Jopi  Heesters


Jopi ´s Ende mit 108

Totgesagte leben länger: Vielleicht auch, weil die Senioren-Postille "DAS NEUE BLATTt" Johannes Heesters alias Jopi regelmässig jedes Jahr die "letzte Ölung" gibt (siehe unten).

Doch am Heiligenabend 2011 um 10.15 Uhr verstarb Johannes Heesters tatsächlich. Der 108jährige erlag den Folgen eines schweren Schlaganfalls im Klinikum Starnberg. Dort war er bereits Anfang Dezember 2011 eingeliefert worden. Seine Frau Simone und die Töchter Wiesje (80) und Nicole (74) waren laut Medienberichten bis zum Schluß an seiner Seite.

Mai 2006: "Der schwere Abschied, wie soll seine Frau nur ohne ihn weiterleben?"

Juni 2007: " Das unwürdige Ende eines großen Stars"

Februar 2008: " Das unwürdige Ende des großen Stars"

November 2009: " Der schwere Abschied - ich hätte meine Frau so gerne noch einmal lächeln sehen."

 

Der SPIEGEL schrieb über die Schlagzeilen des Blattes (siehe unten) und vermutet, daß das "Neue Blatt" offenbar auf die altersbedingte Vergesslichkeit seiner eigenen Leser setzt, die nicht merken, daß Jopi bereits 107 ist!




Johannes "Jopi(e)" Heesters, eigentlich Johan Marius Nicolaas Heesters (* 5. Dezember 1903 in Amersfoort, Niederlande) ist ein seit 1936 in Deutschland lebender und arbeitender Schauspieler und Sänger mit niederländischer Staatsbürgerschaft. Er gilt als der weltweit älteste aktive darstellende Künstler. 



"Heesters singt für SS"

Streit um Jopi´s mysteriösen Auftritt in Nazi-Konzentrationslager

Während Jopi in Deutschland von den Medien gern hochgejubelt und als putziger Greis wahrgenommen wird sieht es in seiner Heimat anders aus. Dort ist man weniger ignorant und kritisiert Heesters bis heute für seine Nähe zu den Nazis.

Noch im Dezember 2008 sorgte Heesters mit einer Äußerung in der niederländischen Satire-Fernseh-Show für einen Skandal: Dem damels 104-Jährigen wurde vor laufender Kamera die Frage gestellt "Was Hitler een aardige man?" (dt.: "War Hitler ein netter (guter) Kerl?"). Heesters hatte u.a. geantwortet ". ich kannte ihn wenig, aber ein Kerl, das war er."

Auf die Nachfrage des Interviewers "Was? Ein...?" sagte Heesters "Ein guter Kerl.". Nach Protesten seiner Frau schränkte er ein "Naja, das [ein guter Kerl] war er nicht, aber für mich war er nett .". Heesters Ehefrau hatte sofort protestiert, und später kritisiert, dass die Antwort ihrem Mann "in den Mund gelegt" worden sei. Er blieb zunächst bei seiner Äußerung und entschuldigte sich wenige Tage später in der Fernsehsendung Wetten, dass..?. Deutsche Medien namen Jopi in Schutz und wiesen darauf hin, dass der hochbetagte Heesters das provozierende Satirespiel kaum durchschaute.

Hintergrund:

1976 hatte ein niederländischer Journalist Heesters beschuldigt, er habe das KZ Dachau im Jahr 1941 besichtigt und zudem einen vergnügten Auftritt vor der SS gehabt. "Heesters singt für SS" titelten Zeitungen. Abgebildet war ein Foto, auf dem das Dachauer Häftlingsorchester musizierte und Heesters gegenüberstand und zuhörte.

KZ-Kommandant Piorkowski hatte ihn eingeladen. Heesters hat den Besuch nicht abgestritten, jedoch den Vorwurf, er sei selbst aufgetreten, stets zurückgewiesen. Er betonte, dass er den Besuch im KZ bereut habe und als Mitglied des Ensembles des Münchner Gärtnerplatztheaters für NS-Propagandazwecke benutzt worden war.

Auch der deutsche Publizist Volker Kühn hatte ihm vorgeworfen, dort aufgetreten zu sein. Heesters reichte gegen Kühn Klage auf Unterlassung und Widerruf beim Landgericht Berlin ein. Kühn berief sich auf den ehemaligen Häftling Viktor Matejka, der geäußert hatte, er habe bei dem Unterhaltungsauftritt für die SS-Angehörigen "den Vorhang gezogen" für Heesters. Jürgen Trimborn äußerte Bedenken zur Aussage Matejkas, u. a. weil das Interview fast 50 Jahre später erfolgte.

Heesters Anwalt Gunter Fette versuchte die propagandistischen Führungen durch das KZ zu beschreiben, und sagte vor Gericht: "Man muss sich das wie eine Art 'Tag der offenen Tür' vorstellen. (.) Ihr Amüsement zeugt von einem mangelnden historischen Verständnis, meine Damen und Herren". Die Klage wurde am 16. Dezember 2008 abgewiesen. Die Widmung im Fotoalbum "Den lieben Künstlern, die uns am 21.5.1941 durch einen frohen und heiteren Nachmittag im K.L. Dachau erfreuten, gewidmet." wurde als Anhaltspunkt für einen möglichen Auftritt gewertet. Volker Kühn durfte weiter behaupten, Heesters hätte einen Auftritt vor der SS-Wachmannschaft im KZ Dachau getätigt. Heesters ging in Berufung. Im April 2010 endete der Rechtsstreit mit einem Vergleich. Das Berliner Kammergericht teilte mit, Kühn habe sich bereit erklärt, Heesters nicht mehr als Lügner zu bezeichnen, wenn er den Vorwurf eines Auftritts von sich weist .

Quelle: Wikipedia

Wikipedia traut sich scheinbar bis heute nicht, ein Foto von Heesters mit den SS-Leuten in Dachau zu zeigen. HairWeb schon .

 

1936 wechselte Heesters nach Berlin, wo er in zahlreichen Operettenverfilmungen und Musikfilmen mitwirkte. Vom Berliner Publikum erhielt er seinen Spitznamen "Jopie".

1938 sang er erstmals die Rolle des Grafen Danilo in der Lustigen Witwe, eine Rolle, die er 35 Jahre lang behielt und zu seiner Paraderolle ausbaute. Heesters wurde später vorgeworfen, dass er in der Zeit des Nationalsozialismus vielfach in Deutschland aufgetreten war. Sympathiebekundungen von ihm für das Regime sind nicht bekannt. Er nahm weder die deutsche Staatsangehörigkeit an, noch war er NSDAP-Mitglied.

Noch 1938 gastierte er in den Niederlanden mit einer aus Deutschland geflüchteten jüdischen Theatergruppe. Andererseits distanzierte er sich nicht explizit vom Nationalsozialismus und der deutschen Politik. Heesters gab später an, er sei an Politik nicht interessiert gewesen und habe versucht, seine Familie herauszuhalten und zu schützen.

1930 heiratete Heesters die belgische Schauspielerin Louise H. Ghijs, mit der er bis zu ihrem Tod 1985 verheiratet blieb. Der Ehe entstammen zwei Töchter, Wiesje Herold-Heesters (Pianistin in Wien) und Nicole Heesters (Schauspielerin in Hamburg).

Quelle: Wikipedia





"...das alles erfuhr ich aus dem Internet, das einen, ein Fortschritt unserer Tage, nicht in den Sumpf der germanischen Mythen schickt, sondern die Welt als Friseursalon aufblättert - auf Hairweb.de etwa sind schon Witze über blonde Männer zu lesen."      Quelle: Die Zeit